Familie, Familie, Gedanken, Schwestern, Unruhe, Ursprungsfamilie

um Himmels Willen

Wenn jemand jetzt meine Gedanken lesen könnte – das wäre fatal, denn sie sind völlig ambivalent und manche sogar bitter. Es hat mich herumgewirbelt, heute Morgen, durch die Gegend geschleudert, ich bin im Netz hängen geblieben und fühle mich freischwebend in der Luft hängend.

Die Cousinentöchter haben eine WhatsApp-Gruppe ins Leben gerufen, meine mittlere Schwester ist dort auch dabei. Okay, alles gut und doch geht’s mir damit nicht gut. Mein Puls puscht in die Höhe, wenn ich von ihr etwas lese und ich stehe lange nicht so über den Dingen, wie ich es eigentlich möchte – hui, ist das blöd. Ich hätte so gerne Kontakt zu meiner Schwester, zu allen Geschwistern. Warum ist da diese Kluft? Warum geht das nicht?

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Gedanken

grüner Nachmittag

Noch immer hat es nicht geregnet. Jetzt gibt es amtlicherseits eine Anordnung, dass es untersagt ist, die Grundstücke zu bewässern. Meinem Gärtnernachbarn schmerzt das sehr – und mich auch, wird doch so langsam und viel früher Herbst!

Noch sitzen wir draußen. Ich friere, obwohl es nicht kalt ist. Langsam sollte der Infekt – denn die Lungenentzündung war doch einer – so langsam sollte es mir besser gehen. Genug Medikamente habe ich und nun auch noch ein Probiotikum!

Noch können sich die Herrschaften wunderbar alleine beschäftigen, sind aber langsam an dem Punkt angelangt, an dem sich der Blödsinn, den sie verzapfen, löst. Da sie in Geheimsprache miteinander reden und Fantasieworte benutzen, die für mich keinen Sinn ergeben – es aber eine lustige Unterhaltung ist – werde ich zusehends unruhiger, was sie nun wieder aushecken. Irgendwas mit Klogehen, Fußball, Käse und den auf den Nacken schmieren.

Noch interessiert mich das alles nicht. Ich bin froh im Gartenstuhl sitzen und die Ruhe genießen zu können. Die Bauarbeiter haben endlich Feierabend und die Nebenerwerbswinzer lesen bislang Weinsorten, die es hier nicht gibt. Nächste Woche wird es anders aussehen. Da rollt der Traktorverkehr mit bis zu drei Anhängern.

Noch sind die Wolken weiß und noch habe ich keinen Spekulatius gekauft. Rosenwasser allerdings schon, denn selbstgemachtes Marzipan schmeckt jetzt auch schon lecker.

Noch liegt der Staubsauger im Spielzimmer. Da liegt er gut – ich habe die Tür zugemacht und übersehe geflissentlich die schwarzen geflügelten Toten mit den Facettenaugen. Dicke fette Schmeißfliegen und eine dumme Libelle hat den Weg nach draußen nicht gefunden. Bei Libellen bewahrheitet sich wieder die These, dass Schönheit nicht gleich klug ist.

Noch lese ich mindestens 4 Bücher gleichzeitig. Eins über eine Hirnblutung, eins über Scheiß, eins von elf Kindern, die in Schweden wohnen, eins mit Krawumms (aber das ist ein Autoprospekt) und das von den Brüdern in Nagijala. Der neue Manufaktumkatalog liegt auch offen rum. Ich liebäugle mit einer Tischlampe. Aber – entweder Familienkutsche oder Licht in der Hütte – beides geht sich nicht aus.

Noch liegt die Einladung der Cousinentochter auf Eis. Sie fliegt mit ihrer Cousine erst einmal nach Hawai – aber dann nehme ich die Einladung gerne an!

Noch ist nicht Abend, aber müde bin ich für zwei …

Familie, Gedanken, Musik

die Unvergessene


∙∙∙∙∙·▫▫▫▫ᵒᵒᵒᴼᴼ ᴼᴼᵒᵒᵒ▫▫▫▫∙∙∙∙∙· Es regnet immer noch nicht und ich schnaufe – zum Glück schnaufe ich. Allerdings, wie eine Dampflok auf Bergfahrt. 
Ach Leute, ich habe die Schnauze voll. Mir reichtˋs! Wiebke hat seit Tagen Stinkelaune und motzt. Sie pinkelt aus Trotz in die Hose und meutert, was ihr Wortschatz hergibt. Der Kerle meckert ebenfalls und zieht, zieht zum wer weiß wie often Mal aus. Um Minuten später wieder einzuziehen und kundzutun, dass es hier am allerallerbesten ist …