Kategorie: Gedankenchaos

Veränderungen

„Du bist dünn geworden.“, sagte eben ein Freund zu mir.

Wir haben keine Waage, aber meine Hosen muss ich schon ein bisschen enger schnallen. Bewusst habe ich nicht abgenommen, jedenfalls habe ich keine, noch so abwegige, Diät gemacht. Es ist einfach passiert – wahrscheinlich durch den momentanen, noch größeren, Stress.

Ich werde nicht davon reden, dass ich dringend eine Auszeit brauche. Das raten mir schon andere. Aber wie ich das machen soll, wissen sie auch nicht. Manche sagen, ich sollte in nächster Zeit einfach nur zu Hause bleiben und mich erholen, andere raten, ich sollte die Zeit nutzen, öfter mal in Urlaub zu fahren und wieder andere meinen, dass ich mir eine alleinige Auszeit gönnen soll. Ja, alles gut und schön! Wer hilft mir, das zu verwirklichen?  

Ja, ich bin dünn geworden, auch dünnhäutig, fragil

einer wird achtzig

Eine Comic-Figur wird achtzig Jahre alt und agiert mit den Gebrüdern Grimm! Mein Bruder hat die Heftchen verschlungen, aber auch mein Vater mochte Lucky Luke sehr. Komisch, für mich waren das nur wildgewordene Cowboys. Heute werde ich mal schauen, ob ich für den tapferen Kerle, der sich so grandios in der Notaufnahme geschlagen hat, den Band kaufen kann. 

schreiben

Wenn ich nicht schreiben könnte, würde ich vielleicht krank. Sicher ist: Ich brauche es. Und es braucht wohl auch mich …

Heute schreibe ich, weil ich schreiben will, einfach so. Wort für Wort drauflos. Ohne Sinn und Verstand.

Heute schreibe ich, um mir zu beweisen, dass ich es kann.  

Heute schreibe ich, weil ich gemerkt habe, dass meine Selbstzweifel überhand nehmen, weil ich denke, ich kann nicht mehr schreiben.

Heute schreibe ich, weil ich aufschreiben möchte, dass die letzte Zeit Scheiße war und mir das gar nicht gefällt. Drama ist nicht gut, aber Drama kann ich.

Heute schreibe ich, weil das völlig egal ist, denn an manchen Umständen kann ich nichts ändern. 

Ich schreibe auch, um mir ein Lächeln abzuringen, hatte ich doch in letzter Zeit wenig zu lachen. Wenigstens lächeln und dem Leben trotzen.

Heute schreibe ich, weil ich es kann. Vielleicht schreibe ich auch um es der Angst zu zeigen, der Unsicherheit entgegen und auch ein bisschen aus Langeweile heraus.

Heute schreibe ich auch, damit hier was steht. 

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