Kategorie: Gedankenchaos

Im Dunkeln

Denn die einen sind im Dunkeln
Und die anderen sind im Licht.
Und man siehet die im Lichte
Die im Dunkeln sieht man nicht.

Bertolt Brecht

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Wir sind wieder oben und es (das Wetter) hat abgekühlt. In der Nacht fielen dreiundvierzig Tropfen, jetzt ist es bedeckt, aber der Himmel klart schon wieder auf. 

Als ich das Töchting hochtrugt, bin ich kurz gestrauchelt. Zum Glück ist meine Körperbeherrschung gut – es ist nichts passiert. Was hätte sein können, mag ich mir gar nicht ausmalen. Dass ihr euch das nicht vorstellen könnt, ist mir bewusst – ich wollte es nur erwähnen!

Medizin

Ein wirksames Heilmittel gegen Angst ist Milde.

Von wem das Zitat ist, weiß ich nicht – zumindest nicht von Seneca, dem es fälschlicherweise zugeordnet wird. Eigentlich ist es auch egal, denn milde mir selbst gegenüber bin ich leider nicht. 

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Diese Hitze verlangt einiges von mir ab: Die Junioren schlafen momentan in meinem Bett im Souterrain, ich auf einer Matratze – die superbequem ist – zu ihren Füßen. Der Weg dorthin ist es nicht. Dreizehn Stufen trage ich erst den Kerle runter, dann das nötige Equipment – sprich: Tablet, Kuscheltiere, Getränke etc. – dann nehme ich meine ganze Kraft zusammen und schnappe mir das Töchting und schleppe sie nach unten. Heute ist mir das erstaunlich leicht gefallen. Wenn das den ganzen Sommer so weitergeht, muss ich den Umweg über die Außentreppe nehmen – wären zwar mehr Stufen, aber ich könnte sie im Rollstuhl sitzend transportieren. Transportieren, wie sich das anhört? Nicht schön, gar nicht schön. Dieses Wort in Zusammenhang mit einem geliebten Menschen hört sich viel zu technisch und unmenschlich an. Aber bei 28°C Zimmertemperatur schlafen zu müssen, ist auch eines Menschen nicht würdig.

So bin ich doch milde und habe dennoch große Angst. Diesmal aber ist es eher Furcht. Ich fürchte, es nicht schaffen zu können, fürchte, dass meine Kraft nicht reicht. Fürchte gerade den kommenden Sommer!

✨Da sich ja eh keiner dran hält, gibts wieder Likes✨, Kommentare sind mir lieber.

und ich schreibe, …

… doch keinen Roman – dazu fehlt mir die Fantasie! Hier im Blog schreibe ich Leben. Meins, und das der Junioren. Sicher kein alltägliches, aber auch nichts weltbewegendes. Halt unseren Alltag, der manchmal vor Tücken nur so strotzt. Wenn ich etwas schreibe, dann schreibe ich tatsächlich sofort ins Eingabefeld – auch die Gedichte – manchmal korrigiere ich den einen oder anderen Schreibfehler, oder die krude Satzstellung. Aber niemals mit der Intension, dass ein Roman draus wird. Eigentlich möchte ich nur aufzeigen, dass es Menschen gibt, die außerhalb der Norm leben. Wir sind nicht allein und dennoch allein. Es gibt so viel mehr. Aber ist nicht jeder etwas besonderes? Hat nicht jeder Mensch eine erzählenswerte Geschichte?

Man muss Geduld haben, gegen das Ungelöste im Herzen, und versuchen, die Fragen selber lieb zu haben und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache geschrieben sind. | Rainer Maria Rilke

12:34 Uhr – Rilke ist einmal wieder ein Seelentröster. Dieser Mann, der so speziell gewesen sein muss, hat Sachen geschrieben, die ich manchmal erst nach mehrmaligen Lesen verstehe.

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