Autor: piri

Kommentare unterliegen meiner Zustimmung! Alles was mich triggert, und das ist meine Entscheidung (auch wenn sich einige dann gekränkt fühlen), wird nicht freigeschaltet. ❤️ Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig! In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschafft habe, anzuschauen. Dann geht's wieder.

müde, Steine zu schleppen

Müde, für so viele Menschen zu viel zu sein.
Müde, mich ständig selbst zurückzunehmen.
Müde, mein Töchting immer wieder erklären und rechtfertigen zu müssen.
Müde, es allen recht machen zu wollen.
Müde, mich dafür verantwortlich zu fühlen, dass es unseren Begleitungen an nichts fehlt – obwohl sie selbst groß und erwachsen sind.
Müde, ein Schaf zu sein, das lieber selbst alle Steine aus dem Weg räumt, statt andere ihren Teil tragen zu lassen.

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Bin ich eigentlich zu kompliziert? Sollte ich nicht doch lieber über verlegte Fernbedienungen und verbaselte Schlüssel bloggen?

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keine Lust

  • auf Blog (kann sich schnell wieder ändern)
  • auf unsinnige Gespräche 
  • auf Geplänkel 
  • auf Hände im Teller, auch wenn’s die meiner Kinder sind
  • auf wuppa (fragt nicht, es ist dummes Zeug)
  • ja, auf dummes Zeug habe ich auch keine Lust
  • auf Smalltalk sowieso nicht 
  • auf eine Sprache, die ich nicht verstehe
  • auf Horoskope, Esoterik etc. pp

Stattdessen hätte ich große Lust auf ein Gespräch über Kunst und so und über das Buch, das ich gerade lese: Fünf Tage im Licht, es ist sehr leicht zu lesen und doch ertappe ich mich dabei immer die Suchmaschine in Anspruch zu nehmen, um zu gucken welches Bild gerade gemeint ist. 

Kunstbanausen

Wenn man mit Kunstbanausen verreist, dann ist es kaum möglich, eigentlich gar nicht, das Otto Dix Museum zu besuchen: „Mit dieser Art Kunst kann ich nichts anfangen!“ Zwei Frauen – eine alte und eine mittelaltjunge – ziehen Schnute, da hilft auch des Kerles Erklärung nicht, dass er nicht mehr wuppa macht. Die Damen haben keine Lust. Die kleine Gruppe teilen, ist leider auch nicht möglich – das Töchting bleibt nicht bei der anderen Frau. Na ja, dann ist dem eben so!

Darf ich deswegen traurig sein? Mir entgeht vieles, was ich machen möchte. Mir entgeht es freiwillig – traurig bin ich dennoch um die verpassten Chancen. Was wäre die Alternative? Den Mitreisenden etwas aufzwingen? Alleine bleiben können sie nicht, ergo kann ich nicht alleine ins Museum.

Manchmal möchte ich noch rabiater meinen/unseren Alltag schildern – aber ob das tatsächlich geglaubt wird? Oder ob mir Effekthascherei vorgeworfen wird? Ansatzweise nachvollziehen, kann das tatsächlich nur jemand, der in einer ähnlichen Lage steckt …

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