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wieder kalter Kaffee

Um warmen bzw. heißen Kaffee trinken zu können, muss ich wohl noch etwas früher aufstehen. Mag ich aber nicht! Oder ich muss schneller trinken.

Ich sitze vor der Glotze, gucke Morgenmagazin und die unendliche Geschichte des Brexit, trinke lauwarmen Kaffee und lasse die heutige Morgendebatte an mir Revue passieren. Diesmal ging es darum, dass die Junioren immer am letzten Tag der Woche ein Spielzeug (egal welcher Art) mit in die Werkstatt nehmen können. Heute ist Donnerstag. Aber morgen ist geschlossen. Ist dann heute der letzte Tag? Carsten meint ja. Natürlich hat sich der Kerle behauptet und breitgrinsend den kleinen Tankwagen eingepackt …

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Mein Fingernägelproblem ist wieder da – sie splittern und biegen sich mal wieder. Ich bin versucht, mir künstliche ankleben zu lassen.

viel zu ernst

Oweia, mir ist die Leichtigkeit abhanden gekommen. 

Wo muss ich suchen, sie wieder zu finden? Was ich nicht sehen will, sind Plattitüden und Unsichtbarkeiten – davon gibt es schon genug, die brauche ich nicht auch noch zu meiner Verstocktheit. 

Nur die heliumgefüllten Luftballons – frei in den Himmel schwebend – die möcht‘ ich wieder einfangen. Am besten noch vor dem Schlafengehen.  

dieser Morgen

Unser Politiker diskutiert – nein, er redet ohne Punkt und Komma. Carsten lässt mich nicht zu Wort kommen. Dabei habe ich nur gesagt, dass er die Hand beim Husten vor den Mund halten soll.
„J. hat aber gesagt, dass ich den Arm nehmen soll!“
„Wenn du a.…“
„Ich soll aber den Arm nehmen! Dieser blöde Husten bringt mich noch…“
„Was J. sagt, interessiert mich nicht. Du kannst den Arm nicht vor den Mund nehmen, weil deine Knochen zu kontrakt sind!“
„Aber ich soll den Arm nehmen!“
„Wenn das aber nicht geht. Soll ich dir die Knochen brechen, damit die Ellenbeuge vor dem Mund ist?“
„Mama, das darf man nicht – jemanden mutwillig die Knochen brechen!“
„Das wil…“
„Außerdem stört mich dieser bescheuerte Husten und sowieso ist dieses T-Shirt viel zu eng!“

Ich merke gerade, dass der Disput, den wir heute Morgen geführt haben, gar nicht schriftlich wiedergegeben werden kann. Das Politikergelabere – er hat es wirklich drauf – kann ich nicht aufschreiben, außerdem habe ich gar nicht richtig zugehört.

Wiebke meinte nur: „Mama beschäftige dich lieber mit den Betten!“ „Warum?“ „Die sind doch beide nass!“

Am Tisch, wir haben es heute tatsächlich an den Frühstückstisch geschafft – gemeinsam – meinte mein Töchting: „Carsteen, du bist eine Nervensäge!“
„Bin ich nicht!“
„Bist du wohl!“
„Nein!“
„Doch!“
„Ich sage nur, was Sache ist und wenn ich nicht den Arm vorn Mund nehmen kann…“
„… dann hustest du lieber alle Bakterien durch die Gegend!“

Und dazu konnte ich nichts mehr sagen.

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