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…und ein Link! Eine Mutter eines behinderten Kindes erzählt: Warum es nicht um Liebe geht.
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…und ein Link! Eine Mutter eines behinderten Kindes erzählt: Warum es nicht um Liebe geht.
… man muss sie nur finden!
Da ich im Finden im Moment nicht besonders gut und ich gerade auch nicht suchend unterwegs bin, nur langsam sinnierend und immer mit Kopfhörer auf den Ohren, wird das nichts, mit dem Entdecken wunderbarer schöner Erlebnisse. Manchmal, so ist es mir heute passiert, schneien dennoch unverhofft wunderbare Ereignisse per Post ins Haus.
Gut, es war auch ein Behördenbrief darunter – den werde ich morgen, hoffentlich zur vollsten Zufriedenheit der zuständigen Beamtin, beantworten. Viel mehr hat mich ein anderer Brief gefreut. Die Junioren dürfen dieses Jahr doch noch auf eine Freizeit fahren. Nicht weit weg, aber immerhin zehn Tage lang an den Bodensee. Jetzt heißt es Daumen drücken, dass nichts mehr dazwischenkommt. Ich freu mich sehr.
Irgendetwas gärt in mir – ich spüre eine unbändige Wut! Gegen wen oder was kann ich nicht sagen. Vermutlich bin ich es selber, gegen den ich an- und für den ich kämpfe.
Schwer mache ich es mir. Da helfen Leichtigkeitssprüche von anderen wenig, da helfen auch keine Beileidsbekundigungen – ich muss mein Leben leben. Und zu meinem Leben gehören die Junioren dazu, wie das Amen in der Kirche. Wenn beide ausgezogen wären, dann hätten sich die Probleme nur verschoben. Essen tut Carsten woanders auch nicht mehr. Wiebke pinkelt woanders auch ins Bett. Okay, das ist kein gutes Beispiel – ich bräuchte das Bett nicht zu beziehen! Ich will meine Kinder bei mir haben und sie wollen bei mir sein.
Stopp! Ich verzettele mich.
Meine Wut ist gut. Sie zeigt mir, dass ich lebe. Eigentlich beflügelt sie mich. Sie lässt die Angst gelten und fragt nach. – Ab nächste Woche kann ich endlich wieder (war seit Mitte Januar nicht) zur Psychologin gehen …
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