Kuddelmuddel

ob das gut war?

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Ja, ich glaube schon! Wir waren schwimmen. Es war toll. Mit den Junioren schwimmen zu gehen ist einfach schön, wenn auch das Drumherum sehr anstrengend ist. Wenigstens ist in dem Bad, in das wir gehen, ein Wickeltisch in einem gesonderten Umkleideraum. Aber das an- und ausklatern in ungewohnter Umgebung ist schwieriger, als Zuhause.

Heute hatten wir einmal wieder eine richtig gute Helferin dabei. Und das, obwohl sie das erste Mal mit uns schwimmen war. Ohne Federlesen hat sie geholfen, was sie konnte. Ein kleines Mädchen – ca. 5 Jahre alt – wollte auf Toilette. Wiebke hat ihr den Vortritt gewährt, aber das Mädchen schrie nach ihrem Papa. Der hatte ein 2einhalbjähriges im Schlepptau und das schrie auch als es Carsten sah. Der Vater nahm seine Mädchen auf den Arm, diese hielten sich die Augen zu und er rannte förmlich an uns vorbei. Peinlich! Nicht für uns!

Im Wasser eine Begegnung der anderen Art. Ein Mädchen, auch ca. 5 Jahre, schwimmt auf Carsten zu und quatscht ihn an… Geht auch anders, erleben wir immer wieder – zum Glück, denn die meisten Begegnungen sind positiv. Die Mutter des Wassermädchen spricht mich an und sagt, dass sie die Reaktion – sie hätte es beobachtet – des Vaters nicht verstehen könnte und dass er eine große Chance vertan hätte. Ihre Tochter wüsste, dass Behinderung nicht ansteckend ist. Ich hätte diese Frau küssen können.

Jetzt ist der Kerle fix und fertig, das Töchting ist freiwillig vom Rolli abgestiegen und beide sind ‚muuuuude‘. So kurz nach dem Kranksein schwimmen zu gehen, war bedingt eine gute Idee. Die Junioren sind dennoch stolz, froh, fröhlich und eben auch müde – aber es war ein schöner Tag. Trotz alledem. 

Veröffentlicht von piri ulbrich

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Asperger-Autistin bin ich obendrein. ❤️ -*-*-*-*-*-*-*-*-  In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschaffen habe, anzuschauen. Dann geht's wieder ...

11 Gedanken zu „ob das gut war?“

  1. Paula sagt:

    Toll, gut gemacht!

  2. B sagt:

    Klar war das ne gute Idee. Letztendlich geht es um Lebensqualität und die hatten offensichtlich alle Beteiligten .

  3. socopuk sagt:

    Ach das freut mich sehr. Liebe Grüße an die beiden und ich wünsche euch von Herzen, dass die Helferin gerne wieder mitkommt!

  4. Wechselweib sagt:

    Klingt prima! Habe heute gar nix auf die Reihe gekriegt, habe voll Migräne.

  5. Claudia Sperlich sagt:

    Das war gut – ganz klar! Einen ganz sanften Kuss für jeden “muuuden” Schwimmer.

  6. kat. sagt:

    Sehr schön geschildert. Es gibt immer wieder diese kostbaren Momente, schön wenn du darüber schreibst! Kat.

  7. Momfilou sagt:

    Prima! Hoffentlich kommt diese Helferin wieder!!!
    Ich wünsche euch alles Liebe und schlaft schön – du auch Petra!
    L. G. Gerel

  8. Manuela sagt:

    Wie bekommst du die Helfer? Musst du das Schwimmen gehen wollen irgendwo anmelden und dann wird dir ein(e) Helfer/Helferin zugewiesen? Warum kommen manche nur einmal und warum bangst du, dass die Helferin von heute wiederkommt? Hast du sie darauf angesprochen Petra? Und hat sie “vielleicht” gesagt?
    Das der Vater sein Kind an euch vorbei getragen hat, ist wirklich eine schwache Leistung von ihm. Vielmehr hätte er mit Carsten sprechen sollen, um so Vorbild seiner Tochter zu sein… Ach Mensch, ihr habt es echt nicht leicht.

    1. piri ulbrich sagt:

      Woher ich die Helfer bekomme? Manchmal durch Mundpropaganda, aber auch durch Zettel, die ich in lokale Geschäfte hänge. Organisieren muss ich das selber. Die Helferin, die gestern mit uns schwimmen war, ist nicht das erste Mal da. Mit ihr waren wir schon im Museum und haben gespielt, waren beim Basketball und anderes – nur schwimmen waren wir noch nicht miteinander. Sie kommt wieder, bei ihr bange ich nicht. Aber sie kann nur einmal im Monat – leider. Es wäre besser, wenn wir mehr Kontinuität hätten und wenigsten wöchentlich jemand käme. Das ist besser planbar und für die Junioren auch nicht so ein Va-Banque-Spiel. Es wäre eine bessere Vertrautheit und verlässlicher.

      Mal gucken, ich gebe die Hoffnung nicht auf – so hangeln wir uns eben von Ast zu Ast – sprich: Aktion zu Aktion!

  9. christine b sagt:

    klingt alles ganz, ganz toll! (ausser dem unfähigen papa).
    super dass ihr eine tüchtige helferin für den schwimmtag hattet. echt schön war sicher auch die nette begegnung mit der frischen 5- jährigen. 🙂

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