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Liebes Christkind

Liebes Christkind sei so lieb
bring uns keine Gaben,
die es auch im Kaufhaus gibt,
weil wir die schon haben.
Bring uns Mut und Tapferkeit,
Wahres laut zu sagen
und des andern Not und
Leid liebend mitzutragen.
Bring uns mehr Verbundenheit.
Schenk uns Ruhe, Einkehr, Rast,
nur ein kleines bisschen Zeit
statt der Eile und der Hast.
Schenk uns eine harte Nuss,
die wir knacken müssen.
Weich macht uns der Überfluss,
wenn wir nichts vermissen.
Bring uns einen Tannenbaum
aus gesundem Walde.
Oh welch schöner Weihnachtstraum,
Christkind komm doch balde.

Elli Michler

∙∙∙∙∙

Veröffentlicht von piri

✨ In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschafft habe, anzuschauen. Dann geht's wieder. ✨ Hier gibt es die Möglichkeit etwas in den, wenn auch nur virtuellen Hut zu werfen. Herzlichen Dank!

5 Gedanken zu „Liebes Christkind“

  1. quersatzein sagt:

    Ein nachvollziehnbarer Brief ans Christkind.
    Ja, manchmal schadet es nicht, kindlich-naiv zu denken und zu wünschen. :–)
    Einen lieben Gruss,
    Brigitte

  2. Mona Lisa sagt:

    Schön wäre es, aber es enthebt uns unserer Verantwortung.
    Herzliche Grüße aus dem noch dunklen Speckhorn.

  3. momfilou.wordpress.com sagt:

    Sehr schön, gerade, weil alles so ist, wie es ist!
    Grüße von Gerel

  4. o)~mm sagt:

    Nur die harte Nuss, die möchte ich nicht mehr haben, denn davon habe ich bereits genug…
    Ansonsten finde ich die Zeilen sehr treffend! Materielles brauchen wir nicht. Ich freue mich z.B. dass ich meine Tochter nach einem Jahr wiedersehe, (wenigstens für 2-3 Stunden auf der Durchreise) da brauche ich kein Geschenk, nur ihre Anwesenheit, das ist mir viel mehr wert!

    Liebe Grüße,
    Syntaxia

  5. monsieurquirit sagt:

    Danke für den Link!

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