Herbstgedicht

Blaßblauer Himmel
er kann sich nicht entscheiden

Herbst, Frühling oder doch
Sommertag

Bunte Blätter fallen
liegen immer

auf dem falschen Gehweg

auf dem, den ich fegen muss

Der kleine Nachbarhund

der mit dem Schalk im Nacken

nimmt Anlauf, bellt kurz

guckt und springt

Im Auge sehe ich
einen Regenbogen
Tränen brechen
das Sonnenlicht

Freudennass
stehen Kürbisfratzen
voller Erwartung der Erleuchtung
im Hauseingang

In drei Wochen ist
November

© petra ulbrich

Kategorien: Gedicht

14 Kommentare

  1. Die Sprache ist poetisch und authentisch klar – tolle Kombi.

  2. Unglaublich, wie schnell die Zeit für mich gefühlt vergeht.
    Da tut es gut, den Herbst wahrzunehmen.
    Schönes Gedicht!

  3. Stimmungsvoll und blätterfeucht…einfach schön!

  4. Das ist schön, poetisch und anrührend.
    Einen lieben Gruss mal wieder,
    Brigitte

  5. Mir kommt dieser Oktober wie ein warmer November vor.
    Immer dieser Nebel, der Nieselregen und die grauen Wolken.

  6. Ich liebe Gedichte, die sich anfühlen, als würde man in einem Raum stehen, in dem der Atem rund um die Worte weht. Das ist so eins. Ich weiss nicht: Ist es die Versform? Sind es die Bilder, die der Text hervorruft und kurz stehen lässt… spielt keine Rolle. Einfach schön.

  7. Schönes Herbstgedicht.
    Gefällt mir gut

  8. Fein ziseliertes Herbstgemälde mit Tränen, die das Sonnenlicht in Regenbogen spiegeln.

    Lesedank von Amélie

  9. Ein Gedicht … perfekt mit der Natur abgestimmt.

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