der Bücherbewachbär

der Bücherbewachbär

Er ist ein wenig schüchtern, ( lässt sich nicht gerne fotografieren, das ist ein Schnappschuss aus der Hüfte heraus) und mit Recht eigensinnig, denn seine Besitzerin hat ihn von Anfang an abgelehnt. Daher hat er auch keinen Namen; den will er nur von Wiebke bekommen, und darauf kann er leider bis auf den Sankt Nimmerleinstag warten. Das Töchting mag ihn nicht, und Punkt aus ist’s.

Der Bücherbewachbär – er mag diesen Namen ums Verrecken nicht, daher schreibe ich ihn auch nur ganz leise – hat bei mir Asyl gefunden. Er darf – er meint, er soll – und das wäre auch nur Mitleid von meiner Seite – meine Nachttischbücher warmhalten. Von Zeit zu Zeit beschwert er sich, dass es immer mehr werden: ich solle einen Zahn zulegen beim Lesen!

Im Grunde genommen ist er ein liebenswerter Geselle, den ich wirklich sehr gerne um mich habe.

Kategorien: Kuddelmuddel

15 Kommentare

  1. Der Bücherbewachbär ist ein ganz knuffiger!

  2. Das gefällt mir sehr gut. Der Bücherbewachbär ist ein Freund vom Dezembär und vom Kugelschreibär.
    Das Foto ist klasse.
    Viele Grüße von Bernd

  3. Er hält auf deinem Nachttischbücherstapel wohl grade ein Nickerchen. 😉 Und er sieht so knuffig und niedlich aus.

  4. Alle deine Bären sind so liebevoll beschrieben. ❤️

  5. Der macht doch einen guten Job!

  6. Guten Morgen liebe piri!

    Ach, nenn ihn doch Bibliobär, vielleicht gefällt ihm das. Herrlich ist deine Variante 🙂
    Ich habe für dich auch eine

    „Der Bibliobär“

    Der Bibliobär lebte nicht im Wald, sondern zwischen Regalen. Dort, wo Papier nach Zeit roch und jedes Buch ein leises Atmen hatte. Er war nicht groß, nicht furchteinflößend, aber aufmerksam – denn Bücher mochten es, wenn man auf sie achtgab.
    Nachts, wenn die Menschen gegangen waren, tappte der Bibliobär durch die Reihen.
    Er richtete schiefe Bände, schob müde Seiten zurück an ihren Platz
    und brummte leise, wenn jemand ein Lesezeichen vergessen hatte.
    Nicht aus Ärger – aus Fürsorge.

    Manchmal blieb er stehen und las. Nicht schnell, nicht gierig. Der Bibliobär wusste, dass Geschichten Zeit brauchen. Und Zeit, so fand er, war das größte Geschenk.

    Wenn ein Buch besonders traurig war, legte er seine Tatze darauf. Wenn eines mutig war, nickte er anerkennend. Und wenn ein Buch vergessen schien, setzte er sich daneben, damit es nicht allein war.

    Am Morgen merkten die Menschen nichts. Nur dass sich die Bücher irgendwie richtig anfühlten. Als hätten sie jemanden, der auf sie aufpasst.

    Und so lebt der Bibliobär bis heute zwischen den Regalen – still, geduldig und immer bereit,
    eine Geschichte zu bewachen.

    Liebe Grüße

    Anne

  7. Wahrscheinlich würde ich ihn ruhen lassen und mir irgendein anderes Buch nehmen. Ich mag ihn.

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