Bücher, Gedicht, Kuddelmuddel

Christine und Jutta

Christine Nöstlinger und Jutta Bauer – Ich liebe/liebte sie beide. 

Wassermann

Wassermann sucht Wasserfrau,
will keine andre küssen,
weiß aber doch recht genau,
er wird sich bescheiden müssen.
Denn Wasserfrauen lieben nur Fische
und teilen mit denen Bett und Tische.

Gefunden im Bücherregal, ganz hinten recht, neben Paul Maar und James Krüss habe ich ein Jahresbuch für Kinder von der Büchergilde Guttenberg. Es ist zwar alt, doch ich kann mich, ob der Texte und Bilder, heute noch bekringelt. 

Behinderung, Kuddelmuddel

Mut

Es gibt keinen Mut ohne Angst!

Meine Erinnerungen an das letzte Jahr sind sehr ambivalent. Im Frühjahr war ich verzweifelt, hatte Panikattacken ohne Ende und mein Tagesablauf war von unspezifischer Angst geprägt. Ich bin mit meinem Autismus – auch, weil ich ständig provoziert worden bin – an jede Wand geknallt, die im Weg stand. Ich habe mich verbogen, habe mich bemüht, mich meinen Mitmenschen anzupassen, und wurde zunehmend unglücklicher.

Die Zeit in der Tagesklinik und die Zeit vorher war sowohl für mich eine Strapaze als auch für die Menschen, die mir helfen wollten, aber nicht wussten, wie. Als meine Erklärungen falsch gedeutet worden sind – als Depression – und mein ständiges Verneinen dessen, wurde mir das so ausgelegt, dass ich die Symptome nicht richtig erkennen würde. Je frustrierter ich wurde, je mehr ich versuchte, klarzustellen, umso mehr wurde es mir als Querulantentum ausgelegt. Ich bekam den Stempel der Systemsprengerin. Ich störte. Störte schon durch meine Anwesenheit, weil man mit mir nichts anzufangen wusste.

Schlussendlich habe ich mich selbst entlassen und weiter gequält. Hatte keine Medikamente und die Psychologin hat verständnisvoll getan, war aber eigentlich nur genervt von mir – so wie ich genervt von ihr war.

Erst im Herbst bekam ich einen längeren Termin beim Psychiater und Neurologen und doch keine Psychopharmaka. Aus Gründen, die er mir erläuterte und die ich verstand. Wegen des Brugada-Syndroms, das ich habe, gibt es große Einschränkungen in der Medikation und das wollte er erst nach anderen Untersuchungen verordnen.

Mitte Oktober war es endlich so weit – meine generalisierte Angststörung wurde als solche erkannt und medikamentös behandelt.

Wir haben immer gelebt. Ich habe den Junioren auch in diesen schweren Zeiten ein schönes Leben bieten wollen und es geschafft (oftmals sehr zu meinen Ungunsten). Zum Handball sind wir alleine gegangen. Ich habe mich damals getraut und habe gefragt. Habe meinen ganzen Mut zusammengeklaubt und habe nach Begleitung gefragt.

Von da an ging’s bergauf. Erst fanden wir durch Hilfe einer langjährigen Freundin eine tolle verrückte Frau und dann durch Vermittlung des Herrn, den ich beim Handball fragte, eine andere tolle verrückte Frau: Diese hat uns zwei unterschiedliche Männer zugespielt. Sie ist inzwischen eine Freundin geworden.

Ich selbst bin offener, verstelle mich nicht mehr, bin mehr ich, als ich es je war, und bin authentisch. Ich finde mich gut – eigentlich das erste Mal in meinem Leben. Mein Umfeld ist entspannter, weil ich entspannter bin und mich nicht mehr so verbiegen lasse …

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Es ist noch nicht vorbei. Ich stehe am Anfang und ich habe Angst, aber auch einen riesengroßen Mut!

Kuddelmuddel

hab noch nicht mal einen Namen

… dafür Schuhe! Woher ich bin weiß ich nicht. Wem ich gehöre auch nicht. Ich sitze immer da, wo ich nicht sitzen soll – auf der Lampe, oder zwischen der Wäsche, die zusammengelegt werden muss. Meistens bin ich aber im Schlafzimmer, da wo die anderen Bären auch sind. Im Bücherregal herrscht nicht nur Gedränge an Lesbaren – nein, auch noch ne Menge andere Bären sind dort. Wartet‘s mal ab, es kommen noch einige!

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Namenlos zu sein, ist auch heimatlos. Nirgendwo hinzugehören, immer herumgeschubst zu werden macht etwas!