Kategorie: Kuddelmuddel

einseitig, zweiseitig, vielseitig

Gerade weint der Himmel nicht. Das Töchting ist freudig aufgebrochen – zu ihren Werkstattfreunden – und dass, obwohl es ihr nicht gut geht. Bauchschmerzen, Rücken- und vor allem Fußweh. Ich bin ihr sehr dankbar, muss ich doch mein Bild für die Öffentlichkeit neu malen.

Jemand sieht die Mutter. Nur die Mutter. Die, die aufopferungsvoll pflegt, alles für ihre Kinder tut und die sich dabei völlig verausgabt. Klar, es ist ein großer Teil von mir. Aber beileibe nicht alles.

Andere sehen die querulante Frau, die immer (!) was zu meckern hat. Die, die Dinge sieht, die gerne übersehen werden und diese auch benennt. Es ist unbequem – sowohl für mich, als auch für andere.

Bin ich nicht auch die Leserin, die Vorleserin? Die, die Gedichte schreibt, die kaum jemand versteht? Die, die den Junioren die Bücher nahe bringt. Aber da bin ich ja schon wieder bei der Mutter!

Gerne wäre ich auch die, die öfter ins Theater geht, oder auf Reisen. Hirngespinste!

Essen gehen möchte ich – in erstklassige Lokale – Geld ausgeben für Schweinsbäckle oder Bœuf bourguignon. Dazu ein guter Wein!

Oder mal wieder in die Oper gehen und anschließend Pommes essen.

Immer bin ich ich. Mit meinen Macken und Unzulänglichkeiten. Aber auch mit meiner Stärke. Ich gebe nicht auf!

Meine Malstifte sind eingetrocknet – nein, sind sie nicht, aber die Bilder verschwimmen …

18:39 Uhr – Heute habe ich das erste Mal jemanden in einem Chatportal blockiert. Hieroglyphen (sprich: irgendwelche Buchstabenfolgen/Tippfehler) kann und will ich nicht entziffern.

Flügel

Die Flügel sind gestutzt

Ich kann nicht mehr fliegen
Stürze ab und bleibe liegen

Damals, als die Zeit noch schön
Niemand hat sie so gesehn
Wie ich

Damals, als die Flügel länger waren
In den bunten jungen Jahren
War ich klein

Mit den großen schweren Zeiten
Und den begrenzten Möglichkeiten
Kam die Schere […]

© petra ulbrich

∙∙∙∙∙

Ein Gedicht von vor mehr als vier Jahren.  Ich bin noch immer und vielleicht sogar noch mehr kalone, fix und fertig, müde und kaputt. Doch, wer mich kennt, weiß, dass ich nicht aufgebe. Niemals aufgebe, auch wenn ich am Boden liege.

Wie sagte meine,  ach so liebevolle Oma: Dreh dich um, wenn du am Boden liegst, dann kannst du die Sterne beobachten, bis du die Kraft hast wieder aufzustehen! 

Copyright © 2026 voller worte – mit und ohne Innenfutter

Theme von Anders Norén↑ ↑

Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.