Gedanken, Kuddelmuddel

Alles gut! | Alles gut?

Sicherlich beides gerechtfertigt! Es ist nämlich nicht alles gut und infrage werde ich auch nicht alles stellen wollen. Nur veräppeln möchte ich mich nicht mehr lassen. Aber wahrscheinlich wird es doch, häufiger als mir lieb ist, wieder kommen.

Heute Morgen renne ich seit halb sieben durch die Gegend – erst Junioren baden (Carsten war dran), beide anziehen, frühstücken, Vesper richten, Bett waschen, kurz Zimmer durchsaugen, mich anziehen, zur Logopädie – einmal an den Neckar und zurück. Nebenbei für den Orthopädietechniker eine Seite aus dem Internet suchen und ihm verklickern, dass es doch andere Schiebebügel für Wiebkes Rollstuhl gibt, als die, die er vorgibt und die wir nicht haben wollen, weil diese nicht höhenverstellbar sind. Dann ruft auch noch die LebensWerkstatt an, während ich im Auto sitze und versuche dringend von A nach B zu kommen, weil ich schon wieder in Zeitdruck bin. Zurück nach Hause, eine (es waren dann mehrere) Hose/n holen, in die LebensWerkstatt bringen, bei der Bank anrufen, dass ich später komme und erfahren, dass der Termin erst nächste Woche ist… Dafür klingelt schon wieder das Smartphone und kündigt diverse Nachrichten an.

Ich brauche eine Pause! Muss Luft holen, bzw. sie endlich ablassen. Ich stehe unter Dampf. Der Hefeteig will nicht aufgehen – Geduld ist gefragt! Der Zwetschgendatschi wir auch ohne hohen Boden gut schmecken. Sahne habe ich vergessen einzukaufen und den Wein, den meine kleine große Schwester mag, kann ich auch erst morgen kaufen, weil ich in den Getränkemarkt heute bestimmt nicht noch einmal gehe.

Ich brauche Pause! Hinsetzen! Aufstehen, Kaffee machen und ganz bewusst diesen auf der Terrasse trinken, dem Nachbarn zuwinken und beim Rasenmähen zugucken. Selber nichts tun. Gleich geh ich zur Gymnastik, da geht’s dann wieder andersrum – aber jetzt ist erst mal Pause!

Gedanken, Kuddelmuddel

kaputte Fingernägel, Einlegesohlen und ein Museumsbesuch

Gartenarbeit ist Mord für Fingernägel – alle abgebrochen und das ist für mich ein sehr schmerzlicher Verlust. Ich glaube, ich hatte schon einmal gefragt, was man dagegen machen kann?

Vom Orthopädieschuhmachermeister (was für ein Bandwurmname!) habe ich mir für meine Senkspreizplattfüße Einlegesohlen machen lassen und bedauert, diese nicht schon viel früher anfertigen lassen zu haben. Ich trage fast nie hohe Schuhe und wenn – dann sind sie richtig hoch – aber in meinen Normaltretern laufe ich mit diesen feuerroten Sohlen wie auf Wolken und mir tut mein Mittelfuß auf einmal nicht mehr weh! Was war ich schön doof!

In der Galerie Vogelmann gibt es derzeit eine Ausstellung: Halb Frau, halb Künstlerin! Besonders Käthe Schaller-Härling hat mich nachhaltig beeindruckt. Gerade ihre Portraits sind außerordentlich stark. Ich habe staunend vor den Bildern gestanden und mein zeichnerisches Talent angezweifelt. Bei so manchem, den sie gemalt hat, hätte ich gerne angeklopft und ihn oder sie kennengelernt, so ausdrucksstark sind ihre Charakerstudien.

Hab‘ viel geschafft, heute Morgen – bin viel gelaufen und nun werden wir – die Junioren und ich am Nachmittag zur Weingärtnergenossenschaft schlendern und beim abladen und pressen der Weintrauben zugucken. Was sagte Franz Beckenbauer: „Schau’n wir mal!“

Euch einen wundervollen Mittwoch, denkt dran, das Wochenende naht!