Kategorie: Gedankenchaos

angegriffen werden

18:40Uhr – Vorangestellt, weil mein Text offensichtlich großen Unmut hervorgerufen hat! Es tut mir leid; ich dachte beim schreiben dieses Beitrags, dass ich eine schöne Sprache gewählt habe. Dem ist anscheinend nicht so. Wohlmeinende Leser*innen haben meinen Text als Angriff gelesen. Dabei wollte ich lediglich sagen, dass Trolle und Menschen, die mich sowieso nicht mögen – gibts und da bin ich keine Ausnahme, niemand liebt immer alle – dass solche Menschen mich bitte schön in Ruhe lassen sollen und mir nicht Ratschläge erteilen sollten. Ratschläge, in dem Sinne, dass ich unfähig bin, dass ich selber eine Betreuung bräuchte, dass ich mich doch nur zusammenreißen müsste, dass ich nicht alles so wortwörtlich nehmen soll und dass ich manches einfach gar nicht schreiben sollte. 

Ich weise seit einiger Zeit immer darauf hin, dass ich im Autismus-Spektrum unterwegs bin, habe immer wieder Links aufgezeigt und habe gehofft Verständnis geweckt zu haben. Dann habe ich diesen Beitrag in einer Sprache geschrieben, die ich für schön und auch literarisch hielt. Der Schuss scheint gehörig nach hinten losgegangen zu sein. 

Dennoch werde ich weiter schreiben – so, wie ich es kann. Ich habe nicht die Absicht jemanden zu verletzen!

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So überhaupt keine Lust habe ich darauf, angegriffen zu werden. Bitte sucht euch eine andere Spielwiese, meine hat keine Blümchen für euch! Auch mag ich es nicht Besuch zu bekommen und dieser Besuch ist völlig mit seinen Problemen überfordert. Ja, es ist harter Tobak, was ihr vorgeworfen wird, nur nützt es nicht, immer und immer wieder nachzukarteln. Das Kind, in diesem Fall die Hunde, sind in den Brunnen gefallen und da braucht‘s Zeit – auf beiden Seiten – die Gemeinheiten, die an die Köpfe geworfen wurden, zu verdauen!

Mir persönlich wird lamentieren vorgeworfen, ohne dies Wort zu benutzen. Jammern, hat derjenige gesagt – es war tatsächlich ein Mann. Aber auch  eine, mir sehr unwohl gesonnene Leserin – warum lesen die eigentlich mein Blog? – hat mich als Memme bezeichnet. Habt ihr keinen eigenen Acker? 

Der Kerle ist krank, jetzt ist er wirklich krank und nicht nur behindert. Das Töchting hustet inzwischen auch und ich kaue auf Pappe. Fieber mag niemand haben und ich wünsche auch niemanden in irgendeiner Weise behindert zu werden. Denn Menschen sind per se nicht behindert, sie werden gehindert an ihrer freien Entfaltung, weil irgendwelche bornierte Leute denken, alles besser zu wissen. Dazu gehört, meine Meinung nach, auch die schweigende Mehrheit. Denn allein Mehrheit ist noch kein Garant, dass das auch das richtige ist!

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Tagebuchbloggen | keine Unterhaltung

Ohne Wecker bin ich wieder einmal zu früh aufgestanden! In der Nacht war für mehr als eine Viertelstunde, so gegen halb vier, ein heftiger Radau am Himmel. Rausgeguckt habe ich nicht, dazu war ich zu träge. Die Rotorblätter eines Hubschraubers drehten sich fast auf der Stelle überm nahen Wohngebiet. Was sie wohl gesucht haben? Möglicherweise Banden, die mit dem Vollernter durch die Weinberge fahren und dort die Trauben klauen. Diese Unsitte greift mehr und mehr um sich. Es geht los – die Weinlese beginnt! Befreundete Wengerter suchen Erntehelfer, ein Knochenjob!

Der Kerle hustet mehr als sonst. Ein bisschen hört sich’s an, wie bellen. Mich beunruhigt das, ist doch nach der Freizeit ein Teilnehmer positiv auf Corona getestet worden. Mein Kopfkino rattert. Ausgerechnet der Kerle? Hoffentlich nicht. Aber gestern hat er schon gespuckt und war schlapp. Ernsthaft, ich habe Angst! Mein Sohn wiegt 12,5kg bei einer Körpergröße von knapp einem Meter. Er isst nicht genug… Wir wollen in 14Tagen zur Mutter-Kinder-Kur fahren, das können wir knicken, wenn irgendjemand von uns Corona bekommt, und wenn’s den Kerle trifft, dann wird’s (das weiß ich jetzt schon) dramatisch. Ich möchte nicht dran denken, demungeachtet kreisen meine Gedanken ständig darum. 

Schnell noch einen Kaffee, dann die helle Wäsche in die Waschmaschine, T-Shirt bügeln, draußen Kübel begießen, vielleicht für mich noch ein paar Seiten lesen; vom arroganten Porschefahrer und Loftbesitzer, der gehörig auf die Schnauze fällt. Doris Knecht schreibt locker, flockig und haargenau.

 

Bücherkauf

Die Stadt, in deren Nähe wir wohnen, hat nur noch eine Riesenbuchhandlung und eine kleine, in der mir aber das Angebot nicht gefällt. Auf der Fahrt an den Bodensee sind wir in Ulm vorbeigekommen. Haben dort Pause gemacht. Das Münster angeschaut. Von innen und von außen, haben drinnen das   Legomünster bewundert. Ich habe eine Kerze angezündet, ein bisschen geweint, mich erinnert und die wunderbare Kirche bestaunt. Gebetet hab ich auch!

Ulm bietet aber noch sehr viel mehr, als diese große Kathedrale. Diese Stadt lebt, hat viele junge Menschen und skurrile Gestalten. Und Ulm hat einige kleine Buchläden. Eigentlich wollte ich keinen betreten. Erstens, weil ich noch genügend Lesestoff herumliegen habe und zweitens haben wir im Dorf eine gut sortierte Bücherei, die mir fast jedes Buch auch besorgen kann. 

Diese wohnzimmergroße Buchhandlung am Eck hat mich magisch angezogen, lagen dort überhaupt keine Ratgeberschmöker aus, Kein Sorge dich nicht, lebe und kein inneres Kind, kein Du kannst alles, wenn du nur willst und kein Lauf dir den Frust von der Seele. Genauso wohltuend war die Buchgestaltung. Keine mittelalterliche Magd oder Wanderhebamme, kein Stirb langsam Tod Cover, und keine Blümchen in hellblau oder rosa. Nichts schreiendes, aber auch nicht unbedingt langweilige einfarbig eingebundene Bücher. Im Großen und Ganzen sehr ästhetisch schlicht und ergreifend. Mein Schriftsetzerauge hat zustimmend gezwinkert, als Grafikerin fühlte ich mich nicht erschlagen von viel zu viel Gestaltung. Meiner Begleiterin habe ich in der Zeit – und ich war lange im Laden – einiges an Langmut abverlangt. Und als die Buchhändlerin mein Interesse bemerkte, kamen wir ins reden. So einen Laden hätte ich zu gerne hier – und das dazugehörige Café wäre mit Sicherheit mein Stammcafé…

Schade, Ulm ist zwar in Baden-Württemberg – aber viel zu weit weg vom Dorf!

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