Vorm Fenster raschelt es gespenstisch. Ein kleiner Vogel sucht im neuen Laub Schutz vor dem Regen. Die Kirchturmuhr läutet den Tag ein. Dunkel ist es. Vor vier Wochen war es um diese Zeit schon hell. Der Zeitungsmann hat mich nicht gesehen, wie ich so in der Tür stand und sinnierend ins Leere starrte. Er humpelt ein wenig und ist dennoch flink, wie der Wiesel unterm Dach. Mit dem Kaffee in der Hand sitze ich im Bett, denke darüber nach, ob ich Schwimmsachen an den Bodensee mitnehme? Oder mir dort Gummistiefel kaufe. Noch habe ich nicht einmal die Tasche gepackt. Es raschelt in den welken Blättern. Ist’s etwa gar kein Vogel? Nur der Regen oder eine Maus?
Festzuhalten zu meiner eigenen Information, gefunden bei Buddenbohm und Söhne – Kathrin Passig über Blogs

