Kategorie: Gedanken

frühmorgens Ende August

Vorm Fenster raschelt es gespenstisch. Ein kleiner Vogel sucht im neuen Laub Schutz vor dem Regen.  Die Kirchturmuhr läutet den Tag ein. Dunkel ist es. Vor vier Wochen war es um diese Zeit schon hell. Der Zeitungsmann hat mich nicht gesehen, wie ich so in der Tür stand und sinnierend ins Leere starrte. Er humpelt ein wenig und ist dennoch flink, wie der Wiesel unterm Dach. Mit dem Kaffee in der Hand sitze ich im Bett, denke darüber nach, ob ich Schwimmsachen an den Bodensee mitnehme? Oder mir dort Gummistiefel kaufe. Noch habe ich nicht einmal die Tasche gepackt. Es raschelt in den welken Blättern. Ist’s etwa gar kein Vogel? Nur der Regen oder eine Maus?

Festzuhalten zu meiner eigenen Information, gefunden bei Buddenbohm und Söhne – Kathrin Passig über Blogs

es wird einfacher

Ich  male  wieder – gegenstandslos und eigentlich sehr freundlich! Mein Lesestoff ist genauso einseitig, wie meine Gedanken – er besteht aus aneinandergereihten Buchstaben. Mit Punkten und Kommata, handelt von Schnupfen, Liebe und Halsweh. Erzählt von Herzschmerz, Geburt und Tod. Alles ist unterteilt in Sätze, manchmal sind es Verse und gegebenenfalls kann ich lachen, um mir kurz darauf die Tränen aus dem Gesicht zu wischen. Nicht immer ist das Trauer und hinter der Fassade schimmert ganz leise der Schalk. Der Narr, der Rechtschreibfehler macht und diese nicht erkennt – ja sogar darauf beharrt, dass alles nur so, wie er es macht, richtig ist. 
Die Buchstaben können nichts dafür, sie tun nur das, was man ihnen aufgetragen hat. Manche meinen dennoch aus der Reihe tanzen zu können und so wird aus dem f ein Vogelfau. Leise singt der Sommer sein Abendlied. Aufgeschrieben wird es nicht und die Komposition hat hie und da einen Fliegenschiss. Dadurch entsteht eine Kakophonie, die schon wieder harmonisch klingt. 
All das male ich ohne Farben, nur mit Worten. 

Es wird einfacher im komplizierten!

durchsichtig

Ab die Post. Die Junioren sind unterwegs. Vielleicht ist mir ein bisschen langweilig – noch. Physalis werden durchsichtig. Nebel steigt morgens aus den Wäldern. Füße verlangen nach Socken … 

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