Kategorie: Gedanken

Frage

Wenn jetzt eine Fee käme, wozu würde ich direkt Nein sagen?

Viel zu selten sage ich Nein und ob mir eine Fee helfen würde, das möchte ich sehr bezweifeln. Die Konsequenzen muss ja die Fee nicht tragen. Ich hätte gerne ein bisschen mehr Mut, mich von sehr bestimmenden Menschen abzugrenzen. Ich würde mir von der Fee etwas Resilienz wünschen. So in der Art von glitzerigen Feenstaub, von dem alles abprallt und dennoch schön aussieht. Ich tät gerne mit einem Lächeln im Gesicht zu einer bestimmten Person sagen: „Deine Krankengeschichte kenne ich jetzt. Können wir mal über King Charles reden?“ Ich werde es nicht tun, aber ich werde ihr wenigstens sagen, dass sie Carsten ausreden lassen soll.

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Bisschen viel erste Person und manchmal komme ich mir tatsächlich wie ein Esel vor. Hier ist mein Herz ♥️ des Tages!

heute grau

Noch ist es grau draußen. Aber das schreckt mich nicht. Noch zweimal gehe ich zum QiGong, oder sind es dreimal? Keine Ahnung. Das ziehe ich auf jeden Fall durch. Der netten Kursleiterin werde ich erklären warum ich nicht mehr kommen möchte. Ihr Sohn ist ebenfalls im Autismus Spektrum. Sie wird mich verstehen. Aber ich möchte auch nicht sang- und klanglos einfach verschwinden.
Was ich stattdessen mache? Was ist stattdessen machen möchte weiß ich. Ob das allerdings möglich ist, weiß ich nicht. Ich täte gerne eine Schreibwerkstatt besuchen! Erst einmal fange ich wieder an Morgenseiten zu schreiben.

So, jetzt gehe ich raus. Lasse den Traum von heute Nacht nachwirken, werde mir vorher einen cochenilleroten Mund schminken, ohne Schirm im Regen wenn nicht tanzen, so wenigstens durchs Dorf laufen, dann in die nahe Stadt fahren, um mit der Ärztin ein neues Medikament auszuhandeln. 

… und dann kaufe ich mir Blumen, keine Blümchen – einen richtig großen Blumenstrauß!

wütendes

Merkwürdig. Mir fällt kein Gedicht zu wütend ein, dabei bin ich es – wütend. Extrem wütend sogar – auf mich selbst.

Ich vergleiche mich, das tue ich immer, wenn auch nicht gerne – ich vergleiche mich auf Instagram mit anderen Frauen. Vergleiche mich mit meinen Schwestern, obwohl ich von deren Leben gar nichts weiß. Nur ab und zu ein Bild ohne viele Worte! Ich möchte reden und komme, wenn tatsächlich mal ein hin und wieder zustande kommt, in den Rechtfertigungsmodus – so geschehen, als ich um Rücksichtnahme wegen meines Autismus bat. Aber nicht nur bei meinen Geschwistern ist das so. Eine Freundin wollte gleich wieder gehen, als ich ihr von meiner Überforderung erzählte, die mir unangekündigte Besuche machen. Dabei hatte ich mich gefreut. „Hast du deine Gefühle nicht im Griff?“ Hätte ich gerne. Hätte auch gerne keine weichen Knie morgens, weil ich nicht weiß, was mich erwartet bei den Junioren. Wenn dann noch ‚Du-Botschaften‘ kommen: „Du brauchst doch bloß raus gehen und mit Menschen reden. Geht beim Einkaufen ganz einfach!“ Nee, geht eben nicht. Ich bin wütend auf mich, weil ich das nicht vermitteln kann, dass ich das nicht kann. Ich vergleiche mich dann mit anderen, denen das offensichtlich leicht fällt. Die schöner sind als ich. Die eloquenter sind und auch noch Erfolg haben.

Wie so oft ist das jetzt nur eine Kuddelmuddelgedankenmomentaufnahme, eine die eventuell bei so manchen Menschen als Jammern aufgefasst wird. Ich bin ja auch wütend, dass ich deswegen zu gelähmt bin. Das trübe Wetter draußen macht’s nicht besser und die Donnerstagslaufbekanntschaft ist eine glühende AfD-Anhängerin und mich damit auseinandersetzen kann ich grad nicht. Dazu fehlen mir eindeutig die Löffel!

Ganz arg liebe Grüße und jetzt gucke ich erst mal nach, was vorhin mit einem Kracher runtergefallen ist.

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