Kategorie: Gedankenchaos

Abenteuer

Die wahren Abenteuer finden im Alltag statt. Zum Beispiel mit gebrochenem Daumen ein Bett beziehen. Oder dreimal in der Nacht ein Kind aufs Klo setzen, das Blasenentzündung hat. Ohne Murren die Dreckspuren im Eingang putzen. Oder im hintersten Eck des Kellerschranks eine alte Waage finden und feststellen, dass diese noch voll in Schuss ist. Nebenbei die schönen geschliffenen Weingläser der Oma sehen, diese spülen und beim ersten Schluck daraus, sich im Wohnzimmer der Großeltern wähnen und sich erinnern, dass der Opa lieber Frankenwein und die Oma lieber lieblichen Moselwein trank. 

… und dann kommen die Erinnerungen an wunderschöne Enkelzeiten zurück. 

Rückzugsort

Mir fällt so gar kein Text ein. Ich könnte schreiben, dass ich einen riesigen Topf Gulasch gekocht und unendlich viele Kartoffeln geschält habe. Dass ich dem Töchting die Haare geschnitten und frisiert habe. Dass dem Kerle so langsam seine ausfallen und er über coole Mützen nachdenkt. Dass mein Badezimmer blitzt und blinkt und ich endlich einen geruchsdichten Windeleiner habe. Dass Schokolade jetzt wirklich zugeteilt wird (auch mir). Aber das ist doch langweilig! Flaschen habe ich auch weggebracht und Kisten Getränke geschleppt. Meine rechte Hüfte muckert – der Knochen, nicht der Muskel drumherum.

Die Augen fallen mir zu. Meine Bildung reicht grad noch für ein paar wenige Podcast. An lesen ist nicht zu denken. Apropos Denken – was ist das? 

Wer bin ich?

Eine Frau,
– die auf einem anderen Weg ist als früher.
– die es nicht mehr jedem recht zu machen versucht.
– die ihren eigenen Willen hat und ihn auch äußert.
– die anderen gerne hilft, aber auch immer öfter nein sagen will.

Aber auch eine Frau,
– die zweifelt.
– die immer wieder in alte Strukturen verfällt.
– die oft zu viel auf einmal will.
– die immer noch lernen muss, geduldig zu sein – mit sich – und anderen.

Wo komme ich her?
Manchmal denke ich, aus einem schlechten Traum; als den ich meine ältere Vergangenheit bezeichnen möchte.

Wo will ich hin?
Ich möchte zu den Sternen – ein zugegebenermaßen großer, noch unerfüllbarer Wunsch – fehlt mir doch das nötige Kleingeld, um eine Raumfahrt privat zu finanzieren.

Wie wäre es mit kleinen Sternen?
Meine Sterne sind meine kleinen Ziele, die zu erreichen oft schwierig sind, aber ich behalte den Weg im Auge.

Einer meiner Grundsätze, nach dem ich mein neues Leben gestalte: Weil ich es mir wert bin!

 

 

 

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