Kategorie: Gedankenchaos

falsch sein

Ohne weitere Erklärung, aber dennoch einen Beitrag wert.

Im wahren Leben bin ich einmal wieder indirekt als Monster bezeichnet worden. Zugegeben, ich habe etwas barsch reagiert und der Haushalthilfe vorgeworfen, dass sie die T-Shirt meiner Kinder erstens schlampig zusammengelegt und zweitens völlig durcheinandergebracht hat. Der Kerle trägt Größe 98, das Töchting Größe 134. Da sehe ich zumindest einen Unterschied und Jungsklamotten sind was anderes als Mädelskleidung. Ich habe geweint, als ich das so im Schrank liegen sah.

Nur habe ich wahrscheinlich mal wieder nicht den richtigen Ton getroffen – Scheißautismus-Spektrum! Momentan fühle ich mich falscher, als je zuvor, weil ich nirgendwo dazugehöre und prompt jedes – auch noch so kleine – Fettnäpfchen voll treffe.

es regnet

Manche Menschen können den Regen spüren. Andere werden nur nass.  |  Bob Marley

Ich liebe Regen. Ja wirklich! Aber muss es heute regnen? Gerade an dem Sonntag wenn bei uns im Dorf Wein und Wiese ist? Da haben die Vereine so viel investiert und dann wird’s nass von oben und warm ist es auch nicht gerade.

Die Natur kann’s gebrauchen. Wir wissen uns zu beschäftigen. Alleine hätte ich mit den Junioren eh nicht wandern können…

siebenundvierzigelf

Izzy schreibt auch ein Blog – wir kennen uns noch nicht lange. Kennen wir uns überhaupt oder sind wir nur für eine kurze Zeit miteinanderverbandelt? Ist auch egal! Jedenfalls hat sie mit ihrem 4711-Beitrag bei mir Erinnerungen an meine liebste Oma hervorgerufen.

4711 Kölnisch Wasser, der Duft meiner Oma – manchmal empfand ich es als Gestank, denn eine Duft-Wolke umwehte sie. Man sah sie nicht, aber man roch sie.  Dass so eine kleine Frau so präsent war, für alle – besonders für mich – so dachte ich damals und das ist auch eine Gabe, jedem das Gefühl zu geben, die wichtigste Person zu sein. Meine Oma hat den weltbesten Milchreis gekocht und den schlechtesten Kaffee, denn sie selbst trank nur Muckefuck. Der wurde morgens aufgebrüht, in eine Porzellankanne gekippt und diese wurde tagsüber immer leerer. Der Ersatzkaffee, obwohl die Kanne in drei Schichten Lumpen, Gehäkeltes und Überdeckchen eingepackt war, wurde aber auch immer kälter und ums verrecken nicht besser schmeckend. Dieses Gebräu wurde tapfer getrunken. Wir Kinder bekamen Sirupwasser, die Erwachsenen Hahnewasser oder wässrigen Tee!

Nur zu bestimmten Anlässen wurde die ‚guteStube‘ aufgemacht, ansonsten empfing sie in der Küche mit Plüschsofa und Häkelsitzkissen. Total unbequem. Aber eigentlich war sie auch gerne unterwegs. Oma Luise (Jahrgang 1898)  wusste alles, kannte jeden und hatte für jeden ein gutes Wort und wenn das nicht möglich war, lächelte sie, verteilte Schnöckerkram und wir spielten eine Runde MauMau. Alle miteinander!

 

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