Kategorie: Gedankenchaos

Tassen im Schrank

Es sind nicht alle Tassen im Schrank! Und was so fleckig aussieht, ist dennoch sauber.

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Das Schreiben
von einem selbst
über sich selbst
mit sich selbst
ist es
Selbstdarstellung
Kritik
Schutz
Gedanken bewahren
– oder was?

© petra ulbrich

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Hilfe, ich verblö..

… oder ich bin doch falsch!

Jedenfalls spüre ich das. Sagen, auf den Kopf zusagen, tut mir das natürlich niemand. Wenn ich fehl am Platz wäre, könnte ich ja gehen! 

Erst wühlt mich das Programm auf und bringt meine gesamte Struktur durcheinander und  meine Löffel reichen vorne und hinten nicht. Wenn ich unbequem werde, weil ich mich langweile, mir das Therapieangebot bzw. das, was mir angeboten wird, nicht ausreicht, bekomme ich zu hören, dass ich gehen kann. Ich will nicht kneifen. Ein Teil meines Problems – eigentlich das Hauptproblem  – ist, dass ich vermeintlich nicht angemessen reagiere und als zickig gelte. Immer wieder betone ich, dass ich nicht boykottieren will und mitarbeiten möchte. Ich sehe von verschiedenen Seiten auch, dass die Therapeuten mir helfen möchten. Aber auch sie wissen nicht wie.  Die Rahmenbedingungen sind sehr speziell und überhaupt nicht flexibel. Ich fühle mich in ein starres Korsett gepresst. Einerseits mag ich vorgefertigte Pläne, die mir Halt geben. Andererseits hindern sie mich und behindern meine/unsere freie Entfaltung.

Ist das jetzt zu kuddelmuddelig? Und falls ich euch Leser*innen überfordere, dann tut mir das leid. Ich bin es jedenfalls!

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Mut ist auch

… auszuhalten, dass sich nach einem schönen Tag ein schwarzes Loch auftut. Mut ist auch der Tatsache ins Auge zu blicken, immer dann allein zu sein, wenn Hilfe (seelische und auch tatkräftige) am nötigsten ist. Mut ist es auch, aushalten zu können, wenn das Töchting einen Overload hat, weil das Ausstellfenster in ihrem Zimmer sich nicht schließen lässt. Sie hat deswegen fast zwei Stunden gegreint und ich konnte ihr nicht helfen. Mut ist auch, den Kerle liegen zu lassen, auch auf die Gefahr hin, dass er dicke geschwollene Knie bekommt. Aber es ist ihm wichtig auch einmal zu chillen. Mut ist ebenso, nicht ans Telefon zu gehen, wenn eine bekannte Nummer anruft und die Person dahinter sich eigentlich nur wieder auskotzen will.

Die Junioren sind beruhigt. Mein Adrenalin ist werweißwo. Unsere Terrasse verbeikräutert bzw. verunkrautet, ich sollte dringend duschen. Wiebke braucht mich griffbereit  – das klingt nach Tyrannei, ist es jedoch nicht, denn sie hat einfach nur Angst, dass ich nicht da bin. 

Der Kerle hat nichts gegessen. Das Töchting trinkt nicht, weil sie immer noch im Overload steckt und die flüssige Konsistenz ihr gerade Unbehagen bereitet. Wenigstens sie hat Gemüse und Pilze gegessen. Ich sitze mit der nächsten Tasse Kaffee und er schmeckt mir nicht …

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16:10 Uhr – Ich bin es leid hier immerdestruktiv zu erscheinen. Ich bin allein, fühle mich alleingelassen, auch wenn mir einige wenige helfen wollen, es aber aus verschiedensten Gründen nicht können. Ich weiß es sehr zu schätzen, aber genau darin liegt auch die Krux. Wenn noch nicht einmal professionell geschulte Menschen einen Ausweg aus dieser Misere wissen und es an Zeit und anderweitigen Ressourcen fehlt – wir bräuchten einmal jemanden, der/die die gesamte Komplexität sieht und diese zusammen mit mir aufdröselt.  – Leider haben auch Fachleute manchmal weder Lust noch Zeit noch Wissen dafür zu Verfügung.

Wir brauchen einfach Menschen, die Zeit mit uns verbringen möchten. Teilhabe am Leben, eben!

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