Kategorie: Gedankenchaos

wieder zurück

Wir (der Kerle und ich) sind Zuhause, das Töchting ist unglaublich erleichtert. Es stand aber auch Spitz auf Knopf. Carsten war so dehydriert, dass er geistig in einer ganz anderen Welt war. 

Erstaunlich wie schnell das geht! Er hat Infusionen bekommen. Es wurde ein kognitiver Test gemacht. Dr Kerle wurde untersucht und am frühen Morgen durften wir heim. 

Ich danke ganz herzlich der Wunschtochter, dass sie bei Wiebke geblieben ist. Beide hatten große Sorge! Wiebke konnte dann auch endlich schlafen. Erstaunlicherweise bin ich fit, aber auch unendlich erschöpft und so froh, dass der Kerle noch lebt. 

wer wach sein will, muss schlafen können

An Schlaf war heute Nacht wieder nicht zu denken. Mein Töchting musste im Bett gedreht werden. Sie ist nämlich fast aus dem Bett gefallen. Der Kerle hat alles voll gespuckt und ich hab ihn erst einmal wieder frisch gemacht. Dann wollte er trinken und eine halbe Stunde später war ich schon wieder in seinem Zimmer.

Ich hab’s satt, wenn jemand krank ist. Mir selbst grummelt der Bauch. Mein Kopf tut weh und ich verblöde so langsam: Alles dreht sich nur um die Pflege, ums putzen und darum, dass es den anderen gut geht. Hab mir die Nagelhaut angekaut und geschminkt hab ich mich schon eine ganze Woche nicht mehr. Meine Augen sind – nein nicht blutunterlaufen. Aber richtig gesund sehe ich auch nicht aus.

Schlaf wird nicht überschätzt. Gesunder Schlaf ist lebenswichtig.

∙∙∙∙∙

14:55 Uhr – Jetzt ist Wiebke auch noch krank und ich mache die Kommentare dicht!

mal wieder die Flügel

Die Flügel sind gestutzt

Ich kann nicht mehr fliegen
Stürze ab und bleibe liegen

Damals, als die Zeit noch schön
Niemand hat sie so gesehn
Wie ich

Damals, als die Flügel länger waren
In den bunten jungen Jahren
War ich klein

Mit den großen schweren Zeiten
Und den begrenzten Möglichkeiten
Kam die Schere […]

© petra ulbrich

∙∙∙∙∙

16:34 Uhr – ich bin ja berühmt-berüchtigt für meine Nachträge. Aber wenn der Kerle krank im Bett liegt, dreht mein Gedankenkarussell erst recht seine Runden. Zwischen Sorge und Hilflosigkeit schleicht sich eine leise Zukunftsangst ein – dieses ungute Gefühl, dass wir so vieles planen können und doch nicht wissen, was das Leben für uns bereithält.

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