Kategorie: Familie

es ist laut

Rumms, ein Schwerlasttrecker rast durch mein Schlafzimmer. Schlagartig bin ich wach. Nein, er wollte nur an die Wasserstelle und hat geschwind seine 100tausend PS spielen lassen – morgens um kurz vor sechs! Ja wunderbar. Mein Töchting singt nicht, sie zetert: „Der soll mich schlafen lassen, der doofe Wengerter!“ Der Kerle zieht sich die Bettdecke über den Kopf, ich überlege kurz ob ich mir einen Kaffee mache, entscheide aber, dass mir Morpheus Arme lieber sind und tue es meinem Sohn gleich…

… dabei sollte ich doch Urlauberwäsche waschen! – Der dicke Trecker mit dem Wasserfass kommt schon wieder. Oder ist das ein anderer?

zwischendurch

Immer wieder spielt das Leben ein anderes Stück, als dass man es selbst inszeniert hat.

Mein Töchting hat Bauchweh! Wenn sie das hat, ist sie noch weniger bei uns und sie isoliert sich mehr als sonst. Allerdings möchte sie dennoch Aufmerksamkeit und will betüddelt werden. Gar nicht so einfach auf Abstand! Wenn sie nicht auf dem Rollstuhl sitzen würde, hätte ich sie längst durch die Weinberge gescheucht – etwas Bewegung würde so manches in Gang bringen. So etwas sind auch Nachteile einer Rollstuhlnutzerin.

Der Kerle scheint fit zu sein. Aber auch bei ihm führt jemand anderes Regie!

Ein bisschen springe ich von einer zum anderen. Nebenbei gibts auch noch mein Leben.

Sommerlektüre

Mich faszinieren gerade Familiengeschichten. Von Iris Wolff habe ich schon einen Roman einer Familie in vier Generationen gelesen: So tun, als ob es regnet – wow, eine Sprache, bei der ich nach jedem Satz meine Finger lecken kann! Jetzt lese ich von ihr: Die Unschärfe der Welt. Wieder ein Roman über vier Generation. Und wie beim ersten Buch habe ich Schwierigkeiten ins Buch abzutauchen. Das liegt aber auch daran, dass von links der Kerle auf mich einquasselt und von rechts das Töchting Faxen macht.

Beide sind mittelprächtig müde – immer noch – sie hatten heute endlich wieder einen Auftritt mit der Band. Ja, und gleich morgen noch einmal. Weil es so schön war. Schön und heiß! „Den Text muss ich noch mal üben!“, der Kerle ist kritisch. „Und du,“ sagt er zu seiner Schwester „du musst noch mal deine Handgelenke locker machen. Damit’s nicht so knallt, wenn du aufs Schlagzeug haust!“
„Mach ich gar nicht!“

Wie kann man sich bei solchen Gesprächen auf Literatur konzentrieren?

Es war ein schöner Tag. Mit meinen Junioren, mit Freunden, mit der Wunschtochter und ihren Kindern und – ich bin so stolz – der Lütte hat Oma zu mir gesagt.

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