Im neuen Jahr
grüße ich
meine nahen
und die fernen Freunde
grüße die
geliebten Toten
grüße alle
Einsamen
grüße die Künstler
die mit
Worten Bildern Tönen
mich beglücken
grüße die
verschollenen Engel
grüße mich selber
mit dem Zuruf
Mut
Rose Ausländer
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Immer wenn etwas besonders schön war, dann ist das Loch, in das ich falle, sehr tief. Mich treibt etwas um. Etwas, was nicht in die Öffentlichkeit gehört, aber es beschäftigt mich und ich hätte jetzt gerne jemanden an meiner Seite mit dem ich reden könnte […]
… Fortsetzung folgt! Es kommt noch mehr Kuddelmuddeliges, aber erst mal brauche ich einen Kaffee.
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09:18Uhr: Nennt mich kleinlich, nennt mich … ach, es ist mir nicht egal, wie ihr mich nennt. Heute Morgen ist mir wieder aufgefallen, wie genau ich doch geschriebenes und gesagtes nehme. Da wird mir mangelnder Humor vorgeworfen: „Es war doch nur ironisch überspitzt gemeint!“ Als Asperger-Autistin bin ich sehr sensibel, wenn jemand so sagt und es anders meint. Es bringt mich durcheinander. Da weiß ich nicht mehr, was wahr ist. „Denk doch nach, dann wirst du es herausfinden!“ Meistens ist es so, wenn ich denke, dann bedenke ich alles aus den verschiedensten Gesichtspunkten und je mehr ich über Dinge nachdenke – wie sie wohl gemeint sein könnten, umso mehr verwirrt mich das Gedachte. Denn es kommen immer mehr Eindrücke auf mich zu und schlussendlich weiß ich gar nicht mehr, was nun echt ist.
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11:45Uhr: Enttäuschungen sind für mich schwer zu verkraften. Ich hatte mich so gefreut und dann kam die Absage. Natürlich ist es wichtig, dass auch diese Freundin uns nicht krank besuchen kommt und ich wünsche ihr von Herzen gute Besserung für ihre Erkältung. Schade ist es dennoch. Schon vor ein paar Wochen hat mir eine andere Freundin abgesagt.Auch sie war krank und musste sogar an der Wirbelsäule operiert werden. Menschen, mit denen ich gerne zusammen bin, enttäuschen mich nicht – ich habe vollstes Verständnis – ganz ehrlich. Aber traurig sein darf ich doch, oder?
Ich warte! Darauf, dass es hell wird, auf den Kaffee, den die Maschine mir macht. Auch warte ich darauf, dass es warm wird – im Herzen und im Wohnzimmer. Ganz real, denn die Heizung ist mal wieder sehr träge.
Wir warten alle immer sehr viel. Unsere Erwartungshaltung sind oft immens groß. Wäre es nicht einfacher, sie herunterzuschrauben? Was erwarte ich von meinen Helfer:innen? Was erwarten sie von mir? Ich warte auf ein Zeichen meiner Geschwister. Aber, ist Schweigen nicht auch ein Zeichen? Mein Töchting wartet schon morgens um 7:00Uhr darauf, dass ich zu ihr ins Zimmer komme, um sie freudig in den Tag zu begleiten. Sie singt ihre eigenen Lieder und verkürzt sich so die Wartezeit. Der Kerle wartet nicht, er schläft!
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