Kategorie: Behinderung

sterben im Sommer und anderes

Erst gestern habe ich erfahren, dass ein vielgeliebter Lehrer der Junioren im letzten Sommer gestorben ist, am Samstag musste ich vom Tod einer sehr geschätzten Lehrerin hören.
Der Lehrer war damals, als der Kerle in die neue Schule kam, ca Mitte dreißig und sehr engagiert. Er hat z. B. Krabat mit der kleinen Klasse gelesen und aufgeführt. Ihr müsst wissen, es war eine G-Schule (das G steht für geistig behindert). Mein Kerle liebt Otfried Preußler noch immer und Krabat im besonderen.
Die Lehrerin war in meinem Alter, also sehr jung und voller Enthusiasmus. Von ihr wusste ich, dass sie Krebs und auch den Lebensmut verloren hatte. Ihr Tod war dennoch ein Schock für mich. „Die Einschläge kommen näher!“

Wieviele Freunde ich schon verloren habe? Ich mag nicht dran denken! Freundinnen sind elendig gestorben – an Krebs. Ganz viele im Sommer. Verdammte Kacke – warum gewöhnt man sich nicht dran? Vermutlich deswegen, dass uns unsere eigene Endlichkeit bewusst bleibt!

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Die Fliege Eugenius hat meinen Sohn geweckt und er hat sie ins Töchtingzimmer geschickt. Dort wurde sie mit Missfallen empfangen und der Morgen hat begonnen …

Mutterwunschzettel

Du fragst, was ich mir wünsche?

Kraft den Alltag zu bewältigen.
Schöne Momente mit meiner Familie.
Momente für mich.
Und Nerven, die nicht immer zum zerreißen gespannt sind.

Weißt Du – ich brauche nicht unbedingt ein neues Buch, keine CD, keinen Schmuck.

Zeit für mich.
Zeit für dich.

Zeit für meine Familie.

Wenn mir jemand einen Abend für mich schenkt – und mit den Kindern einen tollen Fernsehabend macht.
Ein Gutschein für ein Familien-Ticket im Zoo.
Ausgeruht aufwachen – weil jemand anderes den Frühdienst übernimmt.
Eine Einladung zum Wellness-Tag.
Frühstück im Bett – mit Toast und Ei und einem selbstgemalten Bild.
Ein Konzertbesuch mit meinen Lieben oder einer Freundin – ohne Sorge um die Junioren…

also

In der Nacht hat es also auch hier geregnet. Viel zu wenig bis jetzt und ich hoffe, dass es mehr regnet – ein Landregen quasi. Nur kein Land unter, wie in anderen Regionen prognostiziert. Mein Garten ist nicht unbedingt der gepflegteste, ich mag es eher ein bisschen wilder. Unser Nachbar zur einen Seite kratzt akribisch jede Spalte frei und alles, was nicht in sein Bild passt, wird rigoros rausgerissen. Zur anderen Seite die Nachbarsfamilie lässt alle Kräuter und Blumen gedeihen – auch die, die wir gemeinhin Unkraut nennen. Unser Garten ist Puffer…

Ich mag meine Nachbarn. Mit manchen hätte ich gerne mehr Kontakt. Nur fehlt mir oft die Zeit, wenn sie Zeit haben. Abends bin ich fix und fertig und dann sind auch die Familien unter sich. Wir wohnen zwar auf dem Dorf, doch kennen tun sich nur die Alteingesessenen, die miteinander in die Schule gegangen sind und die in den Vereinen zusammensitzen. Genau deswegen bin ich für die Junioren so rührig…

Wie komme ich jetzt zum Regen zurück? Keine Ahnung!

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