autsch

Ich habe mich geschnitten, dabei wollte ich gar nichts schneiden, sondern nur das Messer sauber machen. Da meine Messer aber extrem scharf sind, passe ich auch sehr genau auf, dass ich die Schneide immer von mir weghalte. Heute Morgen hat es dennoch ratscht gemacht. Nicht schlimm, nicht tief, nur ganz leicht geblutet und es hat gar nicht wehgetan.

Was weh tut, ist die Frage: Wie schaffe ich es, Nachrichten zu konsumieren, ohne dabei unterzugehen? Besonders die von der amerikanischen Butterbrezel, die sich US-Präsident schimpft. Der Mann ist nicht mehr für voll zu nehmen. Leider muss man ihn ernst nehmen und durch seine Wankelmütigkeit bringt er das ganze Weltgeschehen durcheinander – das ist für mich sehr bedrohlich!

Aber wie soll ich informiert bleiben, ohne vor die Hunde zu gehen? Ich will immer alles wissen. Ich sauge alle Nachrichten dazu auf und steigere mich mit Sondersendungen, Podcasts, Printmedien, Fernsehen, Radio total in die Nachrichten hinein. Da spielt es keine Rolle, ob es der gestrandete Wal ist, der Krieg in der Ukraine oder der ‚Konflikt‘ mit dem Iran und die daraus resultierenden horrenden Spritpreise. Mich beschäftigt das alles. Die Nachrichtenflut überwältigt mich und tut meiner mentalen Gesundheit nicht gut. Ich habe Grenzen für schlechte Nachrichten und gehe regelmäßig darüber hinaus. An meinen guten Tagen stecke ich es besser weg, an schlechten Tagen muss ich gucken, dass ich gute Nachrichten entgegenstelle. Good News! oder ich muss einfach Nachrichten fasten …

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Im Autismus-Spektrum bin ich obendrein und habe Wünsche. In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschafft habe, anzuschauen. Dann geht's wieder. ❤️ | ✨ Bitte kommentiert! ✉️

Kategorien: Gedanken, Kuddelmuddel

4 Kommentare

  1. Mir geht es ähnlich. Es gibt Tage, manchmal viele Tage, in denen ich bewusst keine Nachrichten konsumiere. Leider werde ich durch Internet und Co. boykottiert. Irgendeine Meldung rutscht immer durch.

  2. Ich denke, wir kennen das alle. Vielleicht nicht in dem Ausmass, wie du es beschreibst, aber doch, als wären wir gebannt von der Schlange, die uns verschlingen will, und als wollten wir genauer hinschauen, etwa was für Augenfarben sie hat und ob das Maul wirklich so gross ist, wie wir befürchten.
    Mein Tipp: Wenigstens das Fernsehen, die bewegten Bilder weglassen! Bilder dringen direkt in unsere Seele, ohne dass wir ihre Wirkung kontrollieren können. Bei Texten oder auch bei Gehörtem ist das anders, weil das von unserem Verstand begleitet wird.
    Zudem: News und immer mehr News lassen uns die Welt nicht besser verstehen. Anders sieht es aus, wenn wir die Zusammenhhänge zu ergründen versuchen – und im Idealfall dadurch ins Handeln kommen, also etwas dazu beitragen, dass es weniger schlimm kommt als befürchtet. Auch wenn es uns noch so gering erscheint, was wir dem entgegenhalten. Hauptsache wir tun’s.

  3. Ich habe meinen Nachrichtenkonsum in den letzten Monaten deutlich reduziert. Zeitungen: Nur noch die Wochenendausgabe. Nachrichten nur noch im Radio, 1 x morgens, 1 x abends. News auf dem Smartphone: Nix da!

  4. Ich lese kaum Zeitungen außer das Wochenblatt und Nachrichten gucke ich eh nie und das seit circa 25 Jahren nicht mehr.
    Ich höre oft nur einen Hamburg Sender und die Nachrichten da sind auf mein Umfeld bezogen.
    Bestimmt keine supergute Idee, aber es hilft zu filtern.

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