Autor: piri

Kommentare unterliegen meiner Zustimmung! Alles was mich triggert, und das ist meine Entscheidung (auch wenn sich einige dann gekränkt fühlen), wird nicht freigeschaltet. ❤️ Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig! In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschafft habe, anzuschauen. Dann geht's wieder.

ein willkommenes Mittagessen

Wenn’s auch kein Sonntagsessen war, ich brauchte mich nicht in die Küche stellen um zu kochen!
Zwei Tassen Kaffee und immer noch hundemüde.
An Schlaf habe ich gedacht, aber wer guckt nach und versorgt die Junioren?
Eis ist alle – und heute ist Sonntag. Hier im Dorf gibt es keine Eisdiele.
Der Fernseher flimmert, aber es guckt niemand. Alle zu träge, um die Fernbedienung zu suchen.

Morgen ist Montag. Der Kerle will in die Werkstatt!

nächtliches Warten

Seit 22:00 Uhr ist der Kerle mal wieder mit Freifahrtschein unterwegs. Diesmal ins heimische Krankenhaus und diesmal ist es mir nicht möglich, ihm hinterherzufahren, denn das Töchting hat noch nicht geschlafen. Als sie das endlich tat, haben meine Beine gezittert wie Espenlaub, ich habe mir verboten, Auto zu fahren. Wer weiß, welchen Zaun, Baum oder ähnliches ich umgefahren hätte. 

Der tapfere kleine Mann musste alleine in die Notaufnahme. Das gleiche Spiel wie am 2. Juni, die gleichen Symptome – Erbrechen, Brustschmerzen mit Stechen zwischen den Rippen und dem linken Schultergelenk. Die Notfallsanitäterin  vermutet (wie ich auch) ein Rezidiv. Carsten hat starke Schmerzen und er ist nun schon sehr lange weg. Meine Unruhe steigt ins Unermessliche. Ich habe keine Telefonnummer, an die ich mich wenden kann. Eigentlich warte ich darauf, dass sie Carsten wieder bringen, aber nichts geschieht. 

Inzwischen bin ich hundemüde, kann aber nicht schlafen. Das Kopfkino rattert. Wann hört das endlich auf? Wann ist mal genug? Wer will mich testen? Naja, der verliert! Wenn es um meine Kinder geht, werde ich Löwin. Die Ungewissheit macht mir dennoch Angst. Dass ich nichts machen kann, lässt mich verzweifeln. Mein Käfig ist klein, ich renne an den Gitterstäben entlang. …

∙∙∙∙∙

09:04 am nächsten Morgen: der Kerle ist ca. 04:00 Uhr heimgebracht worden. In bester Laune, schäkernd mit den Sani-Fahrerin, aber auch mit einem Rippenbruch. 

Das Töchting ist hellwach, ich könnte im Stehen einschlafen, der Kerle liegt und pennt.

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