Autor: piri

Kommentare unterliegen meiner Zustimmung! Alles was mich triggert, und das ist meine Entscheidung (auch wenn sich einige dann gekränkt fühlen), wird nicht freigeschaltet. ❤️ Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig! In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschafft habe, anzuschauen. Dann geht's wieder.

Schluss mit verstecken

Unser Nachbar inspiziert schon wieder Gärten und ich verstecke mich vor ihm. Nicht nur vor ihm, sondern besonders vor ihm. Ich komme mir immer faul vor, wenn ich auf dem Sofa sitze und lese, während der Garten verlottert. Ich weiß nur noch nicht, wie ich das schlechte Gewissen abstellen soll, aber ich mag nicht mehr vor jedem und allen davonlaufen und mich verstecken.

Liebe und Tränen

Der Kerle macht es einem verdammt leicht, ihn zu lieben. Carsten ist charmant, meistens gut gelaunt und kann sich für die verrücktesten Dinge begeistern. Auf der Hängebrücke zum Beispiel: Ein bisschen Wind, ordentlich Höhe – und der kleine Mann ist glücklich. „Diese Unendlichkeit der Wälder!“ Andere bekommen Höhenangst, Carsten bekommt Naturlyrik.

Ich stecke voller Liebe, wenn ich ihn in bestimmten Situationen beobachte. Doch manchmal kommen mir die Tränen. Zum Beispiel, wenn er sein Glas sucht, das direkt vor ihm auf dem Tisch steht. Oder wenn er auf seinem Teller verzweifelt nach dem Essen sucht, das für alle anderen  eindeutig zu sehen ist. Das tut weh. Ich weine oft heimlich.

Hinter all dem steckt ein Kerle, der unglaublich tapfer ist. Carsten lässt sich von seinem schlechten Sehen nicht ausbremsen. Er kompensiert, was er nicht sehen kann, er hört gut zu, nimmt Stimmungen wahr und bekommt mehr mit, als man denkt.

Er redet viel. Carsten kann reden – und meistens weiß er dabei auch noch erstaunlich gut Bescheid. Er verblüfft mit seinem Wissen, erzählt, erklärt, philosophiert. Ich liebe ihn, diesen charmanten, wissbegierigen, begeisterungsfähigen Kerle, der auf einer Hängebrücke die Unendlichkeit der Wälder entdeckt, während er eine Viertelstunde später sein Glas auf dem Tisch nicht findet.

Carsten eben.

Copyright © 2026 voller worte

Theme von Anders Norén — ↑ ↑

Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.