Autor: piri

Kommentare unterliegen meiner Zustimmung! Alles was mich triggert, und das ist meine Entscheidung (auch wenn sich einige dann gekränkt fühlen), wird nicht freigeschaltet. ❤️ Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig! In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschafft habe, anzuschauen. Dann geht's wieder.

Dinge fallen

Fallen zwei Dinge zusammen, müssen sie nicht zueinander passen.

Beide Junioren sind krank – natürlich nicht die gleiche Krankheit. Viel zu einfach. Zwar husten beide, aber der Kerle hustet ja (fast) immer! Das Töchting hat Erkältung, der kleine Mann Magen-Darm. 

Eigentlich würden wir jetzt gemütlich mit Freunden im Biergarten sitzen. Endlich uns mal wieder sehen, erzählen, was wir in der langen Zeit alles erlebt haben, und gemeinsam einen schönen Abend haben. Der Kerle würde vermutlich ausgiebig über den „Absteiger“ lästern und der kleine Freund trocken feststellen, dass sein Zweitverein ja schon lange nicht mehr in der ersten Liga spielt. Fußballfachgespräche auf höchstem Niveau also! Ich hätte derweil ein wunderbares Frauengespräch und wäre vermutlich rundum zufrieden. Na gut – unzufrieden bin ich jetzt auch nicht. Aber schöner wäre es anders schon gewesen.

Statt Biergarten also Lazarett. Statt Geschichten erzählen: „Wie geht’s dem Bauch?“
Und statt Fußballstammtisch: „Hast du eigentlich noch Fieber?“ Manchmal hat das Familienleben eben seinen ganz eigenen Spielplan. Und der sieht heute leider nicht nach Biergarten aus. 

 

wer wach sein will, muss schlafen können

An Schlaf war heute Nacht wieder nicht zu denken. Mein Töchting musste im Bett gedreht werden. Sie ist nämlich fast aus dem Bett gefallen. Der Kerle hat alles voll gespuckt und ich hab ihn erst einmal wieder frisch gemacht. Dann wollte er trinken und eine halbe Stunde später war ich schon wieder in seinem Zimmer.

Ich hab’s satt, wenn jemand krank ist. Mir selbst grummelt der Bauch. Mein Kopf tut weh und ich verblöde so langsam: Alles dreht sich nur um die Pflege, ums putzen und darum, dass es den anderen gut geht. Hab mir die Nagelhaut angekaut und geschminkt hab ich mich schon eine ganze Woche nicht mehr. Meine Augen sind – nein nicht blutunterlaufen. Aber richtig gesund sehe ich auch nicht aus.

Schlaf wird nicht überschätzt. Gesunder Schlaf ist lebenswichtig.

∙∙∙∙∙

14:55 Uhr – Jetzt ist Wiebke auch noch krank und ich mache die Kommentare dicht!

mal wieder die Flügel

Die Flügel sind gestutzt

Ich kann nicht mehr fliegen
Stürze ab und bleibe liegen

Damals, als die Zeit noch schön
Niemand hat sie so gesehn
Wie ich

Damals, als die Flügel länger waren
In den bunten jungen Jahren
War ich klein

Mit den großen schweren Zeiten
Und den begrenzten Möglichkeiten
Kam die Schere […]

© petra ulbrich

∙∙∙∙∙

16:34 Uhr – ich bin ja berühmt-berüchtigt für meine Nachträge. Aber wenn der Kerle krank im Bett liegt, dreht mein Gedankenkarussell erst recht seine Runden. Zwischen Sorge und Hilflosigkeit schleicht sich eine leise Zukunftsangst ein – dieses ungute Gefühl, dass wir so vieles planen können und doch nicht wissen, was das Leben für uns bereithält.

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