abends

 Gar nicht zu lügen, das ist kein starres Dogma, sondern ein Ideal. Es ist unerreichbar und dennoch wertvoll. Bei allen philosophischen Bedenken: Manchmal kann es in Ordnung sein zu lügen. Aber es ist auch in Ordnung, ein schlechtes Gefühl dabei zu haben.

Keine Ahnung von wem dieser Satz ist. Ich hatte ihn mir vor längerer Zeit auf meinem Handy gespeichert. Heute habe ich ihn wieder hervorgekramt  

Deswegen, weil ich entweder gute Mine zu einem bösen Spiel  oder aber KlarSchiff machen konnte. Bei ersterem hätte ich ständig Bauchschmerzen gehabt und es nicht mehr lange ausgehalten, bei zweiteren bin ich zwar einen Menschen vor den Kopf gestoßen und meine Ehrlichkeit wird g‘schwind einen Stich versetzt haben – aber ich kann wieder durchatmen.  Dieser Mensch war entfernt bekannt, wird mich als blöde Tusse bezeichnen und ganz schnell darüberhinwegkommen.

Ein schlechtes Gefühl machen nicht nur Lügen, auch der Mut zur Wahrheit schafft so etwas. Das Gefühl wird verfliegen und das böse Spiel ist vorbei. Da nehme ich Gewissensbisse für eine kleine Zeit in Kauf.

Pfffff, weg sind sie!

8 Kommentare

  1. Ja, das ist alles mitunter sehr schwierig. Ich habe gerade eine alte Freundschaft aufs Eis gelegt, weil sie sich nicht traut, ihrem Mann zu sagen, wo der Wurm drin ist in der Beziehung und dieses Wochenende mit dem festen Vorsatz, ihn zu betrügen, auf ein Klassentreffen gefahren ist.

  2. Lügen bedeutet ja nicht grundsätzlich immer etwas Schlechtes, manchmal beschützt man das Gegenüber dadurch.

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