Gedicht

zudecken – aufdecken, anecken

Breiten wir das Leichentuch
über unsre Sünden aus.
Decken wir sie zu.

Holen wir das Wörterbuch
schauen nach und lesen draus,
was uns drückt im Schuh.

Nichts darf unterm Deckel sein
alles muss heraus,
denn was zugeschüttet wird
engt uns ein
macht krank
und bringt uns unters Tuch!

© petra ulbrich

Veröffentlicht von piri ulbrich

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Asperger-Autistin bin ich obendrein. ❤️ -*-*-*-*-*-*-*-*-  In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschaffen habe, anzuschauen. Dann geht's wieder ...

2 Gedanken zu „zudecken – aufdecken, anecken“

  1. Madddin sagt:

    Wie wahr, Petra! Und zwischendurch sollten wir uns am Leben erfreuen. Wir vergessen gelegentlich, wie unglaublich einzigartig unsere Existenz auf diesem Planeten und in der Welt ist.
    Ich wünsche dir einen schönen Tag.
    LG Martin

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