Wollpulloversommergedanken

In einer Zeit wie dieser
Sommersonnenwende vorbei
Die Tage werden kürzer
Kälter, noch nicht

In dieser Zeit
Der Krieg nicht fern
So nah die Furcht
Vor Winterfrost

Noch schwitzen wir
Der Herbst ist nah
Mit ihm die Inflation
Die Energiekrise

Die warmen Decken
Kratzige Wollpullover
Liegen im Schrank
Warten auf ihre Zeit

Jetzt ist Sommer
Gartenzeit
Hitzefrei
– was kommt?

© petra ulbrich – ein altes Gedicht von vor zwei Jahren

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Im Autismus-Spektrum bin ich obendrein und habe Wünsche. In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschafft habe, anzuschauen. Dann geht's wieder. ❤️ | ✨

Kategorien: Gedicht

2 Kommentare

  1. hoffentlich brauchen wir die wollpullover noch lange nicht und dürfen einen schönen, angenehmen sommer erleben.

  2. Viel hat sich nicht geändert in dieser Zeit.
    Die Ängste, die Sorgen, sie sind dieselben…
    Nehmen wir uns ein paar Auszeiten (schon ganz kleine reichen oft) für Sorglosigkeiten und Sommerfreuden!
    Einen lieben Gruss,
    Brigitte

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