… hatte ich einen klugen, wunderbaren und ausgefeilten Gedanken fürs Blog. Es ging ums Angsthaben, Pazifismus, Verlässlichkeit und Selbstverwirklichung. Komplex und durcheinander, wie es meiner Persönlichkeit entspricht. Dieser nächtliche Gedanke war wohlgeordnet und mir wurde auf einmal klar, dass ich nur bedingt Einfluss auf mein Leben habe. Dass ich viel fremdbestimmt bin und dass mich das zerreißt.
Einerseits liebe ich das Leben, das ich führe. Ich lebe es freiwillig und mit sehr viel Liebe. Diese Liebe engt mich ein, aber ich möchte/will die Umstände nicht ändern. Denn wenn ich das täte, würde es drei Leben völlig durcheinanderwirbeln.
Andererseits würde ich gerne ausbrechen, um endlich einmal wieder das zu tun, was ich möchte. Mein Pflichtbewusstsein, meine Disziplin und nicht zuletzt die unendliche Liebe hält mich ab …
2. Mai 2026 9:39 — 09:39
Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Das eine tun – die Liebe – und das andere nicht lassen – das Ausbrechen. Das muss doch möglich sein, Entlastungsinseln zu schaffen, so richtige Inseln, wo sich’s für dich lohnt auszubrechen, wo du aber auch Vertrauen haben kannst, dass es den Junioren gut geht und dass angemessen reagiert wird, falls es nicht so sein sollte. Dann, erst dann kann deine Liebe unendlich werden.
Herzlich – Walter
2. Mai 2026 11:29 — 11:29
Walter, ich wiederhole mich doch auch dauernd. Ich habe einige kleine Entlastungsinseln und sehr viel mehr Interessen – nur leider zu wenige Helfer, die mir auch diese Entlastung geben können. Viele, die mir helfen wollen, das aber auf die eine oder andere Art nicht können/wollen.
2. Mai 2026 11:41 — 11:41
Noch mal ich, liebe piri :-))
Ich verstehe gut, was du meinst – aber ich glaube, du machst es dir innerlich schwerer, als es vielleicht ist.
Du schreibst, du liebst dein Leben und hast dich bewusst dafür entschieden.
Dann ist es kein „Fremdbestimmtsein“, sondern eine Entscheidung mit Konsequenzen.
Und ja – die können sich manchmal eng anfühlen.
Das heißt aber nicht, dass du keinen Einfluss hast.
Du nutzt ihn nur gerade anders, weil dir bestimmte Dinge wichtiger sind.
Der Wunsch auszubrechen ist total nachvollziehbar.
Aber vielleicht geht es gar nicht darum, alles umzuwerfen –
sondern dir bewusst kleine Freiräume zu nehmen, ohne gleich alles infrage zu stellen.
Du bist nicht gefangen.
Du bist gebunden – aus Liebe.
Und das ist ein Unterschied.
Die Frage ist vielleicht weniger: Warum kann ich nicht ausbrechen?
sondern eher: Wo kann ich mir selbst wieder mehr Raum geben, ohne alles zu zerstören?
Nun aber…
herzliche Grüße
Anne