Schlagwort: krank sein

Plan

Beginne den Tag mit einem Plan und ignoriere ihn konsequent. Folge deiner Intuition!

Einfach ist gar nichts und einfach machen, geht schon dreimal nicht. Es hängt so viel dran. Ich danke euch Leser*innen sehr, ich danke den Kommentierenden noch viel mehr, sehe ich mich so wahrgenommen. Ob ich mich richtig darstelle, weiß ich nicht. Momentan habe ich für mich keine Ahnung, wo ich stehe, wie ich wirke, wie ich ankomme. Wenn ich besser zeichnen könnte, dann würde ich einen Canyon skizzieren. Darüber hänge ich in großer Höhe an einem seidenen Faden, gehalten von zwei Fingern. Ich kann mich nicht bewegen und muss doch reagieren. Vor kurzem habe ich von einer Bergrettung gehört, wo ein Bergsteiger sich so verstiegen hat, dass er am Rande eines Gletschers stand und nicht mehr vor und nicht zurück kann. Er war auf Hilfe angewiesen und Hilfe kam. Vielleicht ist es auch ein gutes Bild für mich, mal nicht (einfach) machen müssen…

Es ist so viel zu tun. Einfach wird es bestimmt nicht – ich habe erste Schritte gemacht, ich möchte gehalten werden.

zwei drei vier Leser*innen

… eventuell ein paar mehr – denen, so wünschte ich mir, möchte ich ein neues Passwort schicken. Leser*innen, die nicht Honig ums Maul schmieren, aber respektvoll kommentieren. Kein Mitleid, keine Vorverurteilungen. Meine psychische Gesundheit ist angeschlagener als erwartet, viel komplexer verstrickt im Dickicht der Familie. 

Ich wünsche mir Gespräche auf Augenhöhe ohne Vorverurteilungen – kein: das habe ich so gemacht, oder: du schaffst das, keine liebe piri, wenn ich es nicht bin. Ich wünsche mir Brainstorming und Lösungen für die Junioren und mich. Möchte aus diesem Elfenbeinturmgefängnis raus, Möchte, dass Carsten und Wiebke nicht auch noch aus ihrem Umfeld entwurzelt werden – und sei es nur auf Zeit. Wie sag ich ihnen, dass ich für Wochen weggehe? Wie organisiere ich – ich kann es gar nicht alleine – die Trennung?

Öffentlich geht das nicht und mit Menschen, die ach so wohlwollend sind und aufbauende Kommentare schreiben, fällt es mir schwer. Vorn Kopf stoßen mag ich auch niemanden. Mir schweben da einige Menschen im Kopf herum.Vielleicht mit ähnlichen Erfahrungen – keine Dauerliker und da könnte ich mich täuschen, wenn sie denn nun mal den Mund aufmachen würden.

Ich bin schwer krank und will gesunden! Nur nicht auf dem Präsentierteller und zur boulevardflanierenden Musik mit kleinen Sternchen und Cocktailglas in der einen Hand.

Noch gilt das bekannte Passwort.

das Mondschwein

hast du mal bei nacht
in den himmel geschaut
und der mond sah aus
wie ein angebissener keks?

dann solltest du wissen
der mond ist wie ein leckerbissen
für das mondschwein

denn so ein mondschwein
beißt zu gerne in den mond rein

Und fehlt des nachts
vom mond ein stück
ist das beweis
fürs mondschweinglück

Arne Rautenberg

∙∙∙∙∙

Heute in der Ortsbücherei ist mir ein kleiner Gedichtband in die Hand gedrückt worden. Für Wiebke, hieß es, weil mein Töchting Bilderbücher mag, in denen es sich reimt. Mein Töchting hat noch keine Meinung. Ich dagegen sehr, ich mag’s schon jetzt und bald viel mehr.

Gute Nacht – mein Bauch (jetzt ist es mal nicht die Psyche) grummelt heftig und das gefällt mir nicht wirklich gut.

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