Schlagwort: Gedanken

schon so lang

Der Tod ist ein Arschloch. Aber er gehört eben zum Leben dazu. Ich glaube, es ist ganz schwer zu sagen, es ist nur gut oder nur schlecht. Es ist einfach unser Schicksal als sterbliche Wesen und wir können versuchen, damit klarzukommen. Ob wir wirklich damit klarkommen, werden wir dann ja sehen.

… oder wir werden es nicht sehen, weil wir es nicht erleben! Diejenigen die zurückbleiben müssen/dürfen weiterleben. Unsere kleine Familie lebt morgen seit 13 Jahren weiter. Mal mehr, mal weniger gut. Den Spruch: „Du bist traurig? Dann sing – auch wenn es schrägt klingt.“, werde ich heute beherzigen❤️. 

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Kurzer Nachtrag: Hört das nie auf?

 

eng

Heute musste ich an einer Kasse anstehen. Die Schlange war lang. Die Kundin am Tresen hatte die Ruhe weg und die Kassiererin eine Engelsgeduld. Hinter mir, der dicke Mann hatte leichten Körpergeruch. Ich trat, so weit es mir möglich war, einen Schritt nach vorne. Der Mann rückte auf. Ich trat einen Schritt zur Seite, der Mann rückte noch mehr auf. Mein Herz schlug im Hals. Ich hörte den Mann hinter mir atmen. Ich fühlte mich bedrängt.

„Sagen Sie mal, wollen Sie noch näher rücken?“ „Ich hab‘s eilig!“, war die Antwort. Aber immerhin ist er einen halben Schritt zurückgegangen.

Mir pocht jetzt, nach fast einer Stunde, immer noch das Herz viel zu aufgeregt! Dieser Mann war mir suspekt – ich hab schon seine Hand irgendwo gefühlt und mir ist kotzübel…

Baklava, Nudeln mit Soße und der Tag danach

Wie fange ich an? Mit den Herzklopfen im Vorfeld? Oder mit der Soße, für die ich vergessen habe Oregano einzukaufen? Vielleicht mit den beiden Betten, in denen ein Malheur passiert ist und die schnell noch gewaschen werden mussten? Fange ich damit an, dass ich mir am Morgen gewünscht habe, es wäre endlich Mittag und am Mittag, die Zeit würde ganz langsam vergehen?

Geschehen ist es umgekehrt!

Aber eigentlich fehlen mir die Worte für den gestrigen Samstag. Aufregend war es – das Blind Date mit Isabel. Meine Vorfeldbedenken hätte ich gut gleich über Bord schmeißen können. Sie waren völlig unnötig. Schon durchs Fenster sah ich, dass mir dieses Paar (der Mann war auch dabei) sympathisch ist. Es war heimelig schön, sehr vertraut und leider viel zu kurz. Die wichtigsten Fragen – ach, was sind schon wichtige Fragen, wenn man sich gegenübersitzen kann – viele Fragen kommen jetzt erst hoch. Ich hätte es wie Carsten machen sollen, er hat losgeplappert und ohne Scheu gefragt. Von diesem kleinen Mann kann ich lernen!

Liebe Izzy, es war wunderbar. Die glitzernden Tränchen, der krümelnde Schokokomuffin und unkomplizierte liebe Gäste haben den Feiertag perfekt gemacht – nein, die Gäste waren mein Highlight, besonders die wunderbar emphatische an der Stirnseite unseres Esstisches. Dankeschön!

P.S.: und wir haben kein einziges Foto geknipst, dafür aber tausend jetzt im Herzen.

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