Gedanken

Frauengedöns

Ich hab‘ nichts anzuziehen!

Ja, ehrlich – mein Kleiderschrank ist trostlos, nur grau und nichts Farbiges und schon gar nichts Passendes.  Jetzt könnte ich, so sagte es mir eine Bekannte, online shoppen. Aber das mag ich ums verrecken nicht. Ich will den Stoff spüren, muss anprobieren und sowieso gehe ich am liebsten in SecondHand-Läden. Es hängt mir so zum Hals raus, dass ich nichts kaufen kann, nichts Schönes und schon gar nicht irgendetwas Kleidsames außer Jeans! Zugegeben, ich ziehe gerne Jeans an. Auch aus dem Grund, weil’s so herrlich praktisch ist. Reinschlüpfen und Wohlfühlen! Ein schöner Rock und die passende Bluse, eventuell ein Sweatshirt oder einen leichten Pullover. Ein Paar Schuhe wären auch nicht schlecht – aber vor allem, ein bisschen Farbe und …

… ach, ihr wisst schon!

Familie, Gedanken, Kuddelmuddel

Sonntagabend

 

Gibt es einen originelleren Titel, als ausgerechnet Sonntagabend? Bestimmt! Aber genauso unoriginell war unser Sonntag, vielleicht bis auf die Tatsache, dass der Kerle zwei Toastbrote mit Lachscreme (die Autokorrektur möchte daraus Nachtcreme machen) gegessen hat. Baff bin ich da schon ein wenig. Wann hat mein Sohn das letzte Mal so viel gegessen? Ganz ehrlich, ich mag Lachscreme auch! Aber ich sollte nicht so viel davon essen, denn die Kalorien sind heavy – besonders nachdem ich die Creme selber mache und weiß, was da drin ist. Aber was tue ich nicht alles, damit der Kerle ein bisschen mehr wird?

Und dann war da noch die Nacht: In der Enge der Höhle war es bitterkalt, da halfen auch die unzähligen Decken und Eisbärenfelle wenig – sie wärmten einfach nicht! Eckhard, an den ich mich kuschelte, legte liebevoll den Arm um mich, denn er spürte, mich machte das Geheule der Wölfe nervös.

Sehen konnte ich sie nicht, aber ihre Anwesenheit war spürbar in dieser unendlichen Weite, da draußen im Winter. Wie nah waren sie schon an uns herangekommen? Was haben sie vor? Ich habe Angst. Aber haben diese Tiere nicht auch Angst?

Da schaut eins vorsichtig durch die Öffnung in die Höhle hinein. Ich schreie! Verschreckt springt die Wölfin davon und rennt in der Dunkelheit davon.

Es war Nacht und mir war bitterkalt!

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Morgen ist Frauentag, wieder so ein Tag, den ich nicht brauche! Noch nie gebraucht habe. Von denjenigen, die mich schätzen, fühle ich mich auch ohne so einen Tag geschätzt und diejenigen, die mich nicht mögen – weil ich Frau oder sonst irgendwie anders bin, die können mich auch an diesem Tag, wie an jedem anderen, gerne haben!