Schlagwort: Behinderung

Normale Normalität

Was ist das? Nicht auffallen, nicht anecken, lieb sein, konform gehen, uniform sein?

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Ein Schnellschuss zum Nachtgewitter

Der Himmel weint
Wenigstens er zeigt Solidarität
Der Donner grollt
So wie der Magen sich zusammenzieht
Der Blitz tut weh

Der Himmel weint
Doch Tränen gibt es keine
Der starke Baum
Liegt schon entwurzelt da
Gleich kommen Schläge
Und zerhacken noch
Das letzte Grün

© petra ulbrich

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12:42 Uhr – Normal ist hier nichts. Mein Töchting sollte Stützstrümpfe bekommen – Maßanfertigung. Aber auch das geht nicht, weil ihre Füße viel zu klein sind! 

17:58 Uhr – Des Kerles Augen sind etwas besser. Ich gehe dennoch mit ihnen in die Augenklinik damit eine neue Brille auch die richtige Sehstärke bekommt. Ausgemessen werden können die Augen dort optimaler. Die Geräte sind besser. 

Krach ist

… wenn vom Festival auf dem Berg nur die wummernden Bässe im kleinen Tal im Dorf ankommen! Den Besuchern wünsche ich eine Menge Spaß und mir wünsche ich, dass der Wind sich dreht – ich bin müde und möchte bald schlafen. 

P.S.: mein Töchting hat heute versucht sich Dreadlocks zu machen, fand die Frisur dann doch nicht gelungen – ich durfte ihre langen Haare wieder entwirren. Es gab fast keine Tränen!

morgens

Schwebend im Bett
der Tag ruft die Schwerhörenden
viel zu früh
selbst aufstehen fällt
schon nicht leicht
für andere sich sorgen
diese anziehen
ihnen Nahrung geben
– geistige und ganz reale –
aufs Klo setzen
sich selbst und die anderen
nebenbei Betten waschen
Kaffee machen
Kakao
Müsli, das nicht gegessen wird
Pumuckl zum hunderttausendsten
Autorenngeräusche
Koffer packen für‘s schwimmen
Hab ich auch an die Ersatzhosen gedacht?
Kaffee ist kalt
kalter Kaffee macht schön
wie viel kalten Kaffee habe ich schon getrunken?
Will ich davon noch schöner werden?
Die Beine zurück aus den Wolken holen
fest stehen
auf dem Boden der Tatsachen
einzementiert sein
im Gefüge
der Unabdingbarkeiten

© piri ulbrich

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Wieder und immer wieder kommt bei mir der Gedanke auf, dass dies Blog nicht die richtige Plattform für einen mir so wichtigen Austausch ist. Es ist zu komplex, zu viel oder zu wenig Öffentlichkeit. Zu viel gebe ich preis, zu wenig zum verstehen. Verstanden werden, ist eine Sache; sich verstanden fühlen, die andere.
Danke für‘s lesen.

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