Schlagwort: allein sein

Wochenende

Schon wieder Wochenende. Schon wieder ohne große Änderungen und die Frage, was machen wir… Ich spüre, wie mir alles zu eng und zu viel wird. Lösungen habe ich keine. Wir müssen, wie alle weiter durchhalten. Ich versuche mir ein paar Momente zum Durchatmen zu schaffen – also ihr ahnt es. Es wird eigentlich mal wieder gar nichts passieren.

Gestern haben wir Kerzen gegossen, das ist wirklich nicht nichts – aber ich hätte lieber einen großen Ausflug mit den Junioren gemacht. In den Schwarzwald oder so! Der Kerle hat Rückenschmerzen und mag nicht aufstehen und des Töchting linke Hüfte tut erbärmlich weh. Sitzen ist nicht gut und liegen auch nicht. Sie liegt gekrümmt sehr schief im Bett. Ihre ganze Körperhaltung ist schlecht und mir tuts in der Seele weh – wie gerne würde ich den beiden ihre Schmerzen abnehmen!

Meiner linken Niere gehts besser, meine Lunge ist gut, heute Nachmittag, so denke ich, wird die Pastorenfreundin kommen und dann ist auch bald wieder Wochenbeginn. Die Sonne traut sich verhalten hinter dem grau heraus – vielleicht können wir etwas spazieren gehen.

vier Jahre alter Text

… und er ist so aktuell! Ob ich ihn noch einmal ins Blog stelle, weiß ich nicht. Ich habe sowieso schon viel zu viel über meine Angst geschrieben und dieser Text … Es ist nicht gut olle Kamellen rauszukramen, schon gar nicht, wenn es in einem gärt! Ich versuche Fuß zu fassen und dabei bröckelt mir der Hang vor den Füßen weg. Noch einen Schritt vorwärts […]

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Heute ist Karfreitag und ich lese wieder Blogs, die ich gar nicht lesen will – aus dem einzigen Grund, weil ich es schon immer gemacht habe und sie im Reader noch nicht gelöscht habe. Das sollte ich schnellsten tun, denn man soll sich von Dingen und Menschen trennen, die einen nicht guttun. Nur aus Gewohnheit festhalten ist dumm, genauso dumm, wie anderen hinterherlaufen, die einen sowieso nicht sehen, weil man ja hinten ihnen herläuft und sie sich nicht umdrehen. Wie oft verbiege ich mich eigentlich noch, um anderen zu gefallen? Wie oft muss ich noch fallen um endlich zu mir zu stehen? Ist es nicht meine Aufgabe in erster Linie für mich zu sorgen? Dem steht mal wieder eine Angst gegenüber – beurteilt, verurteilt zu werden, ohne mich zu kennen. Aber kenne ich mich selbst, wenn ich überkritisch mich für dumm erkläre?

Gedanken

Vielleicht unterscheiden wir irgendwann mal nicht zwischen stark und schwach. Menschen sind Menschen. Manche brauchen nur Unterstützung.

Manche Menschen brauchen ein bisschen mehr Unterstützung und manchmal hilft Coolness gar nichts. Dann stehst du zwar besser da, aber geholfen hat dir deine Haltung schlussendlich nichts. Es ist mir oft genug so ergangen. Ich habe getan, als ob ich alles selbst hinbekomme, habe ein Pokerface aufgesetzt und brauchte nicht einmal eine Maske – alle, denen ich so begegnet bin, haben mir abgenommen, dass ich unglaublich stark bin. Daheim, im stillen Kämmerchen habe ich am Abend heulend in der Ecke gesessen und war nur noch ein Häufchen Elend.

Es ist nicht so, dass ich jetzt immer frage, um Hilfe bitte – aber ich mache es öfter und damit gestehe ich mir eine Schwäche zu, die ich anderen auch einräume. Auf meinem Handy habe ich einen Spruch, der ein Profilbild von mir begleitet:

Ubuntu ungamntu ngabanye abantu – Menschen sind Menschen durch andere Menschen. 

Wir können alle nicht alleine leben und manche brauchen eben ein bisschen mehr Unterstützung!

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