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Bitte

Bitte keine Ratschläge, es ist alles schon anstrengend genug.

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Ich gelte gemeinhin als arrogant und besserwisserisch, das kann ich selbst nicht beurteilen, weiß aber, dass meine Art manchmal nicht gut ankommt. Schon gar nicht, wenn mir Tipps gegeben werden, die in unserer Lage so gar nicht greifen. Meine Schwester sagt mir dann immer: „Du musst dich zurücknehmen!“ Wie weit soll ich mich noch zurücknehmen? Eine Bitte habe ich, damit ich nicht noch mehr Menschen öffentlich brüskiere – schickt mir keine Ratschläge hier im Blog. Ich mag es nicht, ich komme mir bevormundet vor, für zu dumm verkauft. Dieses wird nicht so gemeint sein, aber bei mir kommt es so an. 

Angebot

Es ist schön, es ist einfach wirklich schön – allein das Angebot mir helfen zu wollen, ein ernstgemeintes, ehrliches, allein das lässt meine Lebensgeister aufflackern! Danke G., das tut so gut!

…und wenn es morgen früh dann vielleicht doch nichts wird – wegen zu langen Wartezeiten beim Orthopäden – dann ist das nicht schlimm, denn dann stehe ich eben so da wie jetzt und das würde ich ohne das Angebot sowieso tun. 

 

wenn irgendwer

sie oder er

Falls irgendwer mir jetzt noch mal Sprüche um die Nase wirft, seien sie auch noch so gut gemeint,

dann

– dann kann ich auch nichts machen! Natürlich ist Mitgefühl großartig, hilft mir nur rein gar nichts.

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Die Junioren sind im Bett, sollten jetzt eigentlich auf dem Weg in die Werkstatt sein und dort gut ver- und umsorgt werden. Geht nicht! Sind beide viel zu schlapp. Was mit mir ist, danach fragt keiner. Was mit den Pflegekräften allgemein ist, danach fragt kaum jemand. Was mit den Angehörigen, der zu pflegenden ist, erst recht nicht! Egal, für mich ist das wirklich egal – ich mache es weiter, bis ich zusammenklappe. Was mir helfen würde, wäre praktische Hilfe wie, dass mir jemand Essen kocht und den Efeu vorm Haus abschneidet (er wuchert und ich habe nicht die Kraft dazu ihn zu entfernen). Auch einmal durchsaugen täte gut.

Carsten & Wiebke sind wunderbare Menschen, sie meckern nicht (oder nur sehr wenig) und sie können sich, im Rahmen ihrer Möglichkeiten, gut allein beschäftigen. Dennoch muss ich jeden Tropfen und jeden Bissen bei beiden in den Mund reden – auch da hätte ich gerne Unterstützung. Die Pastorenfreundin ist inzwischen alt geworden und hatte noch nie die Geduld mit uns am Esstisch zu sitzen. Eine neue Helferin ist Diabetikerin, und wenn niemand als Vorbild mitisst, dann geht der Schuss mit dem Essen zu helfen nach hinten los: „Die isst doch auch nicht!“ Dass sie es aus Gründen nicht kann, ist schwer vermittelbar. Es wird Zeit, dass wir endlich zur Mutter-Kinder-Kur kommen. Nur einen verbindlichen Termin haben wir immer noch nicht!

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