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geschrieben

Das schlimmste ist, dieses Alleingelassengefühl!

 Das habe ich in einem Kommentar geschrieben! Bei dem Beitrag ging es um verquere Umstände in einer Notaufnahme – niemand fühlte sich zuständig. So fühle ich mich, sehr allein gelassen, weil ich ja sowieso die Expertin für meine Junioren bin. Das empfinde ich als Hohn. So ähnlich wie Chefs ihre ungeliebten Mitarbeiter hochloben, nur damit sie nichts mehr mit ihnen zu tun haben.

Heute mache ich Pause. Heute möchte ich mich nicht kümmern, nicht um Magensonden, nicht ums Kotzen, nicht um den schiefen Hals der Pastorenfreundin, nicht um dreckige Teppiche. Heute möchte ich auch keinen Anruf aus der Lebenswerkstatt. Heute will ich mich noch mal ins Bett legen und an nichts denken. Ob es mir gelingt? Keine Ahnung! Denn eigentlich – da ist es wieder mein liebstes Füllwort – eigentlich sehne ich mich nach verständnisvollen Gesprächen.

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Lieber Mensch,
du hast alles falsch verstanden.
Du bist nicht hier, um bedingungslose Liebe zu meistern.
Die ist da, wo du her kommst und wieder hin zurück gehst.
Du bist hier, um persönliche Liebe zu lernen,
universelle Liebe, schmuddelige Liebe, verschwitzte Liebe,
verrückte Liebe, zerbrochene Liebe, ganze Liebe,
erhellt von Göttlichkeit.
Gelebt durch die Eleganz des Stolperns.
Offenbart durch die Schönheit des Versagens – meistens.
Du bist nicht hier, um perfekt zu werden. Du bist es schon!
Du bist hier, um menschlich zu sein,
fehlerhaft und fabelhaft..
um dann wieder in die Erinnerung aufzusteigen.
Aber bedingungslose Liebe? Erzähl mir nichts.
In Wahrheit braucht Liebe keine Adjektive,
keine Veränderungen, keine Bedingungen der Perfektion.
Es braucht nur, dass du da bist und dein Bestes gibst.
Es braucht nur, dass du präsent bleibst und alles fühlst,
dass du strahlst und fliegst und lachst und schreist,
dich verletzt und heilst und fällst und aufstehst und spielst
und arbeitest und lebst und stirbst als DU selbst.
Das ist genug, das ist viel!

Courtney A. Walsh

was anderes lesen

Noch immer habe ich das Buch von Gabriele von Arnim nicht ausgelesen. Es nimmt mich zu sehr mit – es geht nur scheibchenweise! Deswegen darf es etwas leichtere Lektüre sein, von der sich herausstellt, dass es auch etwas härterer Tobak ist. Alte Sorten von Ewald Arenz. Für mich liest es sich wunderbar schnell. Dafür bin ich dankbar, bringt es mich auf andere Gedanken und trifft doch ein Hauptthema von mir.

Außerdem habe ich unsere alten Bilderbücher wieder entdeckt, denn ich habe einen Buchständer gekauft. Damit können wir viel besser die Bilder schauen, alle drei gleichzeitig. Hänschen im Blaubeerwald, die Ameisen, die nach Amerika reisen wollen, Oskar, der Hund der alles kann und das Krokodil unterm Bett, das sich mit der Hexe nicht verträgt und deren Besenstiel auseinanderbricht etc. pp.

12.7.21 Zitat

Du bist so mutig und ruhig, dass ich vergesse, dass du leidest. |  Ernest Hemingway

07:02:12 Es geht in die nächste Runde und außer schönen Worten hab ich nichts.

09:17:02 Ich brauche jetzt nicht nur Worte, sondern tatkräftige Hilfe!

10:03:06 Mitleid ist Gift. Man will nicht hören, wie arm man dran ist. Zitat aus dem Artikel: Warum nicht? Wenn Menschen so etwas sagen, dann kann man davon ausgehen, dass sie eigentlich nur versuchen, sich selbst zu trösten. Ein Nicht-Betroffener kann meist noch viel weniger ertragen, was dem anderen zugestoßen ist, als der Betroffene selbst. Er denkt, wie Sie selbst ja zu Beginn des Gespräches formuliert hatten: Um Gottes willen! Das ist ja nicht auszuhalten! Wie ginge es wohl mir in dieser Situation? Um diesen eigenen Schmerz weniger schlimm zu machen, redet man dann so beschwichtigend daher: Wird schon wieder, warte mal ab, …

Ich möchte niemanden vor den Kopf stoßen. Allerdings weiß ich, dass meine Art zu kommunizieren eine schroffe ist. Man wird mit der Zeit zynisch. Ich möchte es nicht. Es tut mir auch selbst weh, aber es ist ein Schutz nicht völlig durchzudrehen.

12:58:33 Wenn eine Mitarbeiterin der Krankenkasse zurückruft, bei der man um Hilfestellung gebeten hat und diese sagt, dass sie auch nicht mehr weiß als ich, weil ich mich ja schon umfassend informiert habe, dann ist es nicht verwunderlich, dass ich einen Weinattacke bekomme und verzweifelter denn je bin.

18:55:42 Der Nachmittag war eine Wundertüte. Alles drin, von Strahlemann & Töchter zu Gruselgraus und Fledermaus. Nur ein bisschen Gespucke und ganz wenig zetern. Gegen den Husten habe ich auch was in der Hausapotheke gefunden – kein Husten kein kotzen! Ist das wirklich so einfach?

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