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ganz unelegant

Was gäbe ich drum, wenn ich hätte lange schlafen können, aus dem Bett bin ich gefallen. Nicht wirklich, aber irgendwie schon – morgens um kurz nach fünf! Fit fühle ich mich nicht. Schon gar nicht, wenn das Töchting um vier Minuten nach sechs meint aufstehen zu wollen. Natürlich durfte sie und baden auch – lange und ausgiebig. Diese Wochen waren hart, nicht nur die letzte. Schon lange wechseln sich emotionale und physische Erschöpfung ab und die nächtlichen Eskapaden fordern Tribut. Aber es geht immer mehr, als man gemeinhin denkt. Wutlos und mutvoll versuche ich meinen Körper auszutricksen. Versuche Grenzen auszuweiten und Schmerzen zu ignorieren – der Kerle braucht mich und das Töchting auch, da kann und darf ich nicht schlapp machen. Meine kleinen Auszeiten im abgedunkelten Spielzimmer mit Stift in der Hand und Wärmekissen im Nacken sind gestohlen, immer mit dem Ohr in den Nachbarzimmern.

*gelöscht* – gehört zusammen mit dem zu heiß gewaschenen Pullover auf den Haufen, der weggeworfen werden kann!

 

mein Wort des Tages

Nein, Ja, Nein, Ja, Nein, Ja, Ja, Nein, Nein, Nein, Ja, Nein.

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Ach, ich weiß es nicht!

sechstausenddreihundertfünfzehn

Das sind meine Schritte heute, bis jetzt und sechs mal bin ich die Treppe rauf und runter gelaufen. Ich fühle mich träge, die Luft ist schwül und warm. Ein Gewitter hängt drin und meine Anspannung dem Regen gegenüber ist greifbar. Hoffentlich bleibt er moderat! 

Meine andere Baustelle – essenstechnisch gesehen – schwebt ja auch im Raum. Wenigstens trinken die Junioren, wenn auch fast ausschließlich Cola. Der Kerle debattiert mit mir um jedes Salzstängelchen. Noch gewinne ich die Streitgespräche, aber zunehmend schwindet meine Überzeugungskraft. 

Heute Nachmittag war eine Helferinfreundin da und wir haben vorgelesen. Ich mache so etwas gerne und sicherlich auch gut. Das Töchting kennt das Krankenhausbuch auswendig und wehe, wehe, wenn ich ein Wort austausche, dann berichtigt sie mich vehement konsequent.  Schummeln geht nicht – auch nicht beim Schrittzähler. Ich brauche noch ein paar Hundert, so werde ich, wenn die Junioren denn endlich im Bett sind – was noch etwas dauern wird – zum See und zurück laufen und hoffentlich die innere Unruhe loswerden.  

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