Gedanken

duschen oder was?

Nee, ich bin nicht dreckig und stinken tut ich auch nicht – aber duschen will ich nicht und zum in die Wanne legen und lesen fehlt mir auch jetzt wieder die Zeit. Vielleicht heute Abend?

Das Töchting hat heute Morgen gebadet, der Kerle gestern. Sie genießen es und für mich ist das tatsächlich eine Erleichterung, brauche ich nicht waschen – das machen sie dann halbherzig alleine! Und, was ein riesiger Vorteil ist, sie haben diesen Moment mich voll und ganz privat. 

Am Nachmittag gibts SideSeeing durchs Dorf. Wichtigster Punkt ist der Weltladen, Schnökerkram kaufen, Schokolade, Müsliriegel und Mango Monkeys. 

… und dann guckt mal hier, Konstantin Wecker:

13:04 Uhr – hab ich jetzt in meiner Ungeschicklichkeit einen Kommentar gelöscht? Das täte mir leid, ist aber nicht rückgängig zu machen.

Nachtrag am nächsten Tag zum Video: was daran eine Altersbeschränkung braucht, verstehen die Götter!

Gedanken

deutsche Bürokratie

… nicht nur bei Behörden, und Prioritäten meinerseits!

Eigentlich würde ich ja gerne stricken gehen – rechts, links, eine Masche fallen lassen, kann ich. Zur Not bekomme ich auch noch einen Zopf zustande, aber das ‚Käppchen’ der Socken ist jedesmal für mich ein böhmisches Dorf. Ob ich allerdings wirklich Socken stricken möchte, ist dahingestellt. Da muss man ja zwei gleiche stricken und das langweilt mich schon. Also gehe ich heute schon mal nicht in die Strickrunde. Oder doch?

Was ist sonst zu tun? Bürokram – und den schiebe ich gerne vor mir her. Aber ich sollte mich schnell entscheiden …

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12:40 Uhr – Beim Stricktreff war ich nun zum quasseln. Fein war‘s – hab sogar ein paar Reihen gestrickt und mich sehr nett mit einer Hamburgerin (man bleibt immer das woher man kommt) unterhalten. Tat gut, mal wieder nordischen Slang zu hören. 

Gedanken, Gedicht, Kuddelmuddel

stiller Morgen

Es passiert nichts. aber auch rein gar nichts – was nicht stimmt, weil immer was geschieht. Die schwarzen Schuhe, die ich mir im letzten Herbst gekauft habe, drücken immer noch. Warum ich sie nicht schon längst weggegeben habe? Keine Ahnung. Aus Bequemlichkeit vielleicht. Es liegt aber auch daran, dass ich noch keine Gelegenheit gehabt habe zur Aufbaugilde zu fahren, die am anderen Ende der Stadt ist. Auch heute ist mein Tag verzettelt. Um 10 Uhr kommt ungefähr das Sauerstoffgerät für den Kerle und bis dahin kann ich nicht viel machen. Kein Waschpulver einkaufen (was ist eigentlich das beste Waschpulver?), nicht staubsaugen (weil der Hepa-Filter fehlt) und lesen geht auch nicht, weil mir die Konzentration dazu ebenso fehlt.

Still tickt die Uhr. Tick, tick, tick, tick, tick. Wenigstens tickt sie und ist nicht nur eine elektronische Zeitanzeige.

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Tick, tick, tick, tick – ich gucke mich um und schwimme in Gedanken. Ich lese ein Gedicht und möchte mich ans Meer beamen:

Auf der Schwelle des Hauses

In den Dünen sitzen. Nichts sehen
Als Sonne. Nichts fühlen als
Wärme. Nichts hören
Als Brandung. Zwischen zwei
Herzschlägen glauben: Nun
Ist Frieden.

Günter Kunert

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14:22 Uhr – Außer Spesen und Stress nichts gewesen. Das Sauerstoffgerät ist nicht geeignet für einen so kleinen Mann, wie meinen Sohn. Ganz abgesehen davon, dass es erst um halb eins kam. Viel zu groß und unhandlich. Dann bin ich einkaufen gehetzt und finde, als ich wieder daheim war, an der Tür eine Benachrichtigung, dass ein Paket dieser Versorgungsfirma angekommen ist  und beim Nachbarn abgegeben wurde. Der ist natürlich jetzt nicht zuhause. Ich habe keine Ahnung was das sein kann und bin schon wieder völlig aufgelöst, vor lauter Überlegungen.