Behinderung, Gedankenchaos, Junioren

kleine Dinge

Es sind die kleinen Dinge, alltägliche Taten von gewöhnlichen Leuten, die die Dunkelheit auf Abstand halten.

Mehr mag ich über gestern und heute nicht schreiben. Gespräche können anstrengend sein. Sie können aber auch einfach nur Teilnahme ausdrücken – auf allen Seiten.

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Doch eines muss ich noch erzählen: Wir waren ja statt bei dem Bandauftritt in einem Kammerchorkonzert. Während ich mit den Junioren vor dem Eingang wartete, kam eine junge Frau auf mich zu. Sie umarmte mich und sagte: „Ich bewundere dich. Du bist eine starke Frau.“

Ich kannte sie nicht. Und genauso schnell, wie sie aufgetaucht war, verschwand sie wieder in der Menschenmenge.

Dieser kurze Moment hat mich berührt.

 

Gedankenchaos

Spruch

Es gibt Dinge, da darf man nicht mal dran denken sie auszusprechen, sonst gehen sie nämlich nicht in Erfüllung.

Da würde ich mich gerne mit fremden Federn schmücken. Allein deshalb, um schön auszusehen, gut dazustehen. Aber was soll das? Es wäre doch Betrug. Und ich wäre nicht ich selbst.

Vielleicht komme ich nur deshalb auf diesen Gedanken, weil der Morgen voller Federn beginnt.

Der Morgen beginnt nicht leise, die Wildtauben in Nachbarsgarten gurren um die Wette und vertreiben dadurch die Spatzen, Rotkehlchen und andere Vögel, die ich nicht kenne von der Tränke. Die direkten Nachbarn haben sich eine laute Klatsche angeschafft, die Tauben fliegen kurz hoch, um Minuten später wieder auf dem Dach zu sitzen. Im Dorf wird immer noch gebaut und der Verkehr verirrt sich in unsere Straße.

Meine Gedanken kreisen, mir ist schwindelig davon: Hab ich genug Brot? Mag unser Besuch überhaupt Brot? Was essen wir zu Mittag? Mensch, ich muss ja noch das Bett beziehen. Soll ich kurz durchwischen. Ein Karussell, das sich dreht ohne anzuhalten …

Aber erst einmal sollten die Junioren ausschlafen dürfen.