In diesem Leben bin ich das Streichholz, das brennt, ohne jemals ein Feuer zu entfachen.
Manche Blogs sind ein wunderbares Aha-Erlebnis und es kann sein, dass man sich auf Anhieb dort sehr wohl- und verstanden fühlt! Da schreibt jemand etwas, was man selbst auch denkt und nicht so schön verständlich aufzeigen konnte. Oder es wird ein Fortsetzungsroman geschrieben, es werden einzelne Wörter in den Raum geschmissen, Kürzestgeschichten erzählt mit abgezählten Worten und vorgegebenen Wörtern. In anderen wird über den Gesundheitszustand berichtet, oder über den Tod. Manchmal gibt es psychologische Tipps, oder es wird einfach nur das eigene Leben erzählt. Vom Hausausbau zum Beispiel oder auswandern.
Blogs spiegeln das Leben! Manche sind beharrlich und überdauern Jahre, andere verglühen genauso schnell, wie sie aus der Asche entstanden sind. Einige Blogs aus meinen frühen Jahren haben sich so grundlegend gewandelt, dass ich sie kaum noch erkenne. Andere haben sich in ihrem Trott eingerichtet und sind wahre Couch-Potatoes geworden. Es gibt Blogs, die vermisse ich sehr, weil mich mit den Menschen dahinter eine Freundschaft verband. Wie viele von meinen Wegbegleiter*innen sind schon gestorben?
Blogs sind unpersönlicher geworden. Kommentare werden beliebig – austauschbar (wenn es überhaupt Kommentare gibt), nicht alle! Nein, wirklich nicht alle. Aber einen wirklichen Austausch, das können Blogs selten bieten. Schade eigentlich!