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Gitarrenkonzert

Wir kommen gerade aus der Kirche heim. Heute Abend war dort Klaus Wladar (leider ist die Webseite nicht aktualisiert) zu Gast. Ich habe ihn gefragt, wie viele Hände er hat  – wow, was für ein Künstler. Wir saßen in der ersten Reihe und hatten zudem eine wunderbare Begleitung. Wegen dem Töchting hatte ich ein bisschen Bedenken, denn sie mag eigentlich keine klassische Gitarrenmusik. Aber, ich darf Wiebke nicht unterschätzen – sie saß da und lauschte. Der Kerle hat gestaunt und immer wieder den Daumen gereckt. So schön. Ich bin ganz beseelt. Für eineinhalb Stunden habe ich meine Sorgen und Ängste vergessen können. Ich weiß, sie holen mich wieder ein – aber ein Viertelstündchen können sie noch warten.

Petra

Mein Name ist Petra: als weibliche Form von Peter bedeutet Petra ursprünglich soviel wie „die Felsenfeste“. Ein Name für starke Frauen, die Felsen in der Brandung sind.

Der Fels, auf den man bauen kann, die Zuverlässige, die Kämpferin, die Starke, die Zuverlässige, aber auch die Unerbittliche oder die Beharrliche. Sind Namen Omen oder Menetekel? Jedenfalls bin ich stark und ein bisschen glaube ich auch dran, dass jeder Mensch den Namen hat, der zu ihm passt. Ob der Name von Anfang an richtig war, oder ob man sich reingefuchst hat – auch in einen Namen, den man nicht mag, aber nun mal hat – keine Ahnung, ich bin mit meinem Namen zufrieden. 

Viele Leute sagen von mir; ich wäre stark. Sie sehen mich nur von außen. Sehen nicht die kleinen versteckten Dinge wie, dass ich aufstehe, wenn Wiebke morgens aufs Klo muss, auch wenn ich selbst lieber noch im Bett bleiben möchte.  Ansonsten kann es sein, dass des Töchting Bett nass ist und das ist noch mehr Arbeit. Also diszipliniert sein und das hat auch was mit Beharrlichkeit zu tun. 

Petra ist auch eine Stadt in Jordanien. Ein Sehnsuchtsort – ob ich ihn je erreiche? Eine ganze Stadt in den Fels gehauen und zudem auch noch so schön. Ich darf träumen! Der Kerle träumt noch, vom Halbfinale der Frauenfußball-EM. Es ist nämlich spät geworden, gestern Abend. Seine Kommentare während des Spiels waren legendär. Ich muss leider zugeben, ich habe sie geflissentlich überhört und meine Zeit abgesessen. Ihm war‘s ein Vergnügen.

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Schon wieder kuddelmuddelig und wenig strukturiert, vielleicht auch ein bisschen verkrustet (so kann man den Namen Petra nämlich auch auslegen).

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… und ihr? Seid ihr mir eurem Namen zufrieden?

Strandgut

Benjamin Myers Strandgut liegt hier schon seit Tagen. Heute hat uns mal wieder jemand versetzt, die Junioren sind (fast) zufrieden. Das Töchting meint nur, dass ich nichts tippen/schreiben soll, weil sie das nervt. 

So versuche ich zu lesen, mich auf das Buch zu konzentrieren. Gar nicht so einfach. Mama, so der Kerle, da ist ein Baufahrzeug. Reißen sie die Straße auf? In der Ortsmitte wird der Kreisel, samt Kanalisation erneuert. Wenn es nach meinem Sohn ginge, stünden wir dort stundenlang. So quatscht er mir halt auf der Terrasse ein Ohr ab. 
Meine Tochter rollt von einer Seite des Tisches auf die andere und zurück – jedesmal mit ihrem ganzen Equipment (2Trinkflaschen, ein Süßigkeitenschälchen, 3Schlümpfe und Tablet mit dazugehörigen Tablett). 

Ich könnte mich aufs Buch einlassen, wenn ich mir Ohrstöpsel gönnen würde.

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18:09 Uhr – Der Roman liest sich flott, ein Myers eben. Ich mag gestrandete Menschen und deren Beschreibung. Unaufgeregt mit klarer Sprache, was aber auch am Übersetzer liegt, erzählt er nonchalant eine Geschichte. Ich bin ja noch nicht weit, hoffe aber, dass ich weiterlesen kann.  

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