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Silvester

2020

Kein Jahresrückblick! Wenn ich jemals ein Jahresresümee gezogen habe, dann nie bewusst. Was war, ist vorbei. Dieses Jahr – es war verrückter denn je. Vergessen will ich es dennoch nicht.

 Wenn schon die Illusion im Leben der Menschen eine so große Macht hat, daß sie das Leben in Gang hält, wie groß ist dann erst die Macht, die eine absolut begründete Hoffnung für das Leben hat, und wie unbesiegbar ist so ein Leben.

Noch ein paar Zeilen von Dietrich Bonhoeffer, ich mag diesen unprätentiösen, klugen, starken Christen einfach zu gerne!

Wir, als Familie, werden Silvester einfach geschehen lassen. Es wird gut werden – es ist noch immer gutgegangen.

Von guten Mächten

Von guten Mächten treu und still umgeben,
behütet und getröstet wunderbar,
so will ich diese Tage mit euch leben
und mit euch gehen in ein neues Jahr.

Dietrich Bonhoeffer

Behütet! Mit Kapuze und Mütze, mit Schal, vielleicht sogar mit Hut – aber meinen Hut finde ich nicht – ist sicherlich auch ein Zeichen. Gerade in diesen Zeiten können wir es gut gebrauchen unter einer Obhut zu stehen, von der wir nicht wissen, wer uns so umsorgt. Dieses Lied tröstet mich! Tröstet wahrscheinlich viele von uns. Nicht umsonst wird es sehr oft auf Beerdigungen gesungen. Wenn ich es höre, fühle ich mich geborgen, umsorgt und alles Unheil ist weit. Behütet! Sicher vor allen Wettern. Behütet vor Angst. Diese Worte sind mehr, als Wolle und Stoff gegen Kälte. Da ist mir jemand nahe, an eisigen Coronatagen, er steht mir bei auf meinen schweren Wegen. Gott wärmt meine Seele. Von guten Mächten getröstet! Wunderbar!

Heute Abend wärmt mich der restliche Gin …

Zahlen

22459 Neuinfizierte und 1129 Corona-Tote innerhalb von 24 Stunden. Mir ist schlecht – und wenn ich dann in den Nachrichten sehe, wie sich die Menschen in den Bergen an den Skiliften drängeln, dann bin ich traurig, zornig, wütend und schüttele vor Unverständnis den Kopf. 
Wir haben seit Wochen, eigentlich seit Monaten beschränkte Kontakte und das mache ich zwar nicht gerne, aber zum Schutz für die Junioren und mich, es ist meine vollste Überzeugung und wenn die Isolation weiter gehen muss, dann machen wir das.

Mein Belastungslimit ist erreicht und dennoch habe ich immer noch Kraft, hier im Haus alles zu stemmen. Ich liebe meine Kinder und werde sie schützen wie wo und wann ich nur kann.

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Wiebke singt ihr Morgenlied, Carsten hat eine Aufbaunahrung getrunken und liegt wieder in Morpheus Armen (die Nacht mit den Actionfilmen war lang). AI wird nicht mehr gebraucht! Einkaufen muss ich noch ein bisschen, das Töchting will mit. Diesbezüglich hält sich meine Begeisterung sehr in Grenzen…

 

 

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