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ich habe mir Blumen gekauft

… und die Haare gefärbt! Ich war es leid, grau durch die Gegend zu laufen. Ich bin zwar nicht jünger deswegen, denke aber, dass ich jünger aussehe. Außerdem spielt es keine Rolle – ich wollte Veränderung! Wenn ich schon keine Klamotten kaufen kann, dann eben so!

Es hat doch keinen Zweck zu jammern, über Dinge, die ich nicht ändern kann. Es kostet nur unnötige Energie, die ich anderweitig gut gebrauchen kann. Stattdessen mag ich es schön um mich herum, ich mag mich nicht mehr schlecht fühlen. An der Pandemie kann ich nichts ändern, einen Impftermin bekommen wir – auch wenn ich mich wirklich bemühe – jetzt noch nicht, weil gar kein Impfstoff da ist. Am Freitag kommt der Orthopädietechniker, der die neue Sitzschale für Carsten anpasst. Das ist wunderbar. Samstag kommt eine Freundinhelferin und wir werden schon was auf die Beine stellen, dass es uns gemeinsam gut geht.

Mal gucken, was die Junioren sagen, zu der nun wieder braunen Mama. Uuups, nein, ich bin nur braun auf dem Kopf!

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Manche der inneren Stimmen sind vertraut und dominant, andere sprechen leise oder kommen kaum zu Wort. Welchen Persönlichkeitsanteilen möchtest du mehr Gehör geben? Ruf doch mal dein inneres Team zusammen und höre, was es sagt!

Liebe Freundin!

Nun bist du nicht mehr da. Du hast dich klammheimlich aus dem Staub gemacht, ganz wie es deine Art war. Du hast nie ein großes Bohei um deine eigene Person gemacht, hast immer gute Miene gezeigt und versucht, dein Gegenüber nicht zu belasten. Ich hätte dich so gerne viel besser kennen gelernt, hätte so gerne mehr Zeit mit dir verbracht, aber leider trennten uns viele Kilometer. Dennoch waren wir Freundinnen. Ich konnte dir alles erzählen, du hast immer zugehört. Ob du mir wirklich alles erzählt hast, weiß ich nicht und nachdem ich erfahren habe, dass du Krebs hast, so vermute ich, hast du viel mehr mit dir selbst ausgemacht als mit deinen Freundinnen.

Schade, denn manchmal musst du schon sehr verzweifelt gewesen sein. Mein Ohr am Telefon wäre dir jedenfalls sicher gewesen und ich hätte dich auch nicht mit Ratschlägen belästigt. Da warst du mir sehr ähnlich. Auch in deiner sehr offenen und geraden Art und damit, dass du dein Ding gemacht hast. Du hast es getan. Deine Krankheit hast du lange geheim gehalten, noch nicht einmal dein Arbeitgeber wusste, dass du schwer krank warst. „Es geht niemanden was an!“ Natürlich hattest du recht, aber eventuell hättest du schon früher aufhören können und die Zeit, die dir geblieben wäre, verreisen können. Denn das war deine Leidenschaft. Am liebsten ans Meer. Ich war mit dir am Meer. Du bist bei niedrigen Temperaturen ins Wasser gegangen. „Wenn ich am Meer bin, dann muss ich wenigsten einmal und wenn es nur kurz ist, ins Wasser gehen!“, hast du gesagt, hast dich ausgezogen, während ich bibbernd im Standkorb saß und bist in die Fluten gestürzt!

Jetzt, so habe ich erfahren, wirst du auf immer und ewig im Meer bleiben können. Liebe Freundin Elke, heute habe ich bitterlich um dich geweint. Ich wünsche dir, da wo du jetzt bist, alles, alles Gute, keine Schmerzen und ein Wiedersehen mit deinem Mann.

Deine Petra

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