Leere

„Mach dir keine Sorgen, deine Kinder sind gut aufgehoben!“ „Du kannst doch sowieso nichts tun!“ „Ja, das ist eben so!“ „Denk an dich und werde erst einmal gesund!“

Viele Ausrufezeichen und kein Trost, ich vermisse Carsten und Wiebke unendlich. Ich sitze hier und heule. Ich gehe in die Juniorenzimmer und bekomme einen Kloß in den Hals. Je schöner das Frühlingswetter wird, desto beschissener geht es mir, weil ich weiß, dass die Junioren nur sehr selten die Wohngruppe verlassen. Wer hier schon länger liest weiß, dass ich sowieso ein schlechtes Gewissen meinen Kindern gegenüber habe – jetzt, da ich überhaupt nichts machen kann, selber aber raus gehe, sind meine Gewissensbisse exorbitant groß…

Okay ich weiß, es ergeht anderen auch so – aber andere interessieren mich gerade nicht wirklich. Meine Sehnsucht ist gigantisch!

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Im Autismus-Spektrum bin ich obendrein. In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschafft habe, anzuschauen. Dann geht's wieder. ❤️ | ✨ Bitte kommentiert! ✉️

Kategorien: Kuddelmuddel

6 Kommentare

  1. ach petra, das tut so weh -das arge vermissen.
    ich nehme dich mal in den arm und reiche dir ein großes taschentuch zum trocknen deiner tränen.
    alles wird wieder gut!

  2. Das ist doch so verständlich, dass du deine Junioren so arg vermisst…

  3. — gelesen —

    Worte habe ich nicht für dich

  4. Ich stelle mir deine Lage wahrlich sehr hart vor.
    Ist echt ein schöner Mist, den man sich nicht schönreden muss!

  5. Was „die Anderen tun und lassen“ ist kein Massstab!

    Du bist Du und ich wünsche dir viel Kraft!

  6. ja, dein Dilemma beschert dir leider diesen herzzerreißenden Schmerz. Es wird noch dauern bis wieder einigermaßen Normalität einkehren kann. Vielleicht sind wir dazu geboren Gefühle zu leben und damit umgehen zu lernen. Wer weiß das schon? Glauben an das Gute kann uns halten wie eine Brücke, wenn wir auf unserem Lebensweg heftig gebeutelt werden. Das zumindest wissen wir …

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