kalte Füße

Im Haus ist es kalt!

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Dieser Satz steht hier schon eine halbe Stunde. Jetzt steht er nicht mehr alleine und sagt vielleicht nur das aus, dass ich friere. Ich wünsche mir einen Strickrock. Einen, den ich vor dreißig Jahren hatte – reinschlüpfen, dicke Socken dazu, obendrauf eine Kuscheljacke und dann mit einem großen Milchkaffee vor der offenen Terrassentür sitzen. Zusehen wie der Tag beginnt. Grau zieht der Nebel durchˋs Dorf. Novembersonntag! Nur habe ich schon lange keinen Strickrock mehr. Keinen dunkelgrauen, leicht ausgestellten, wadenlangen, eigentlich sehr langweiligen Rock. Schön war er gewiss nicht. Praktisch warm! Ich vermisse ihn – den alten grauenhaften Omarock ohne jeglichen Schick. Ich vermisse die große Milchkaffeetasse. Gestern ist sie mir runtergefallen und Kintsugi wäre eine Sisyphosarbeit. Es war noch eine Tasse von MamS!

 

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Im Autismus-Spektrum bin ich obendrein. In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschafft habe, anzuschauen. Dann geht's wieder. ❤️ | ✨ Bitte kommentiert! ✉️

Kategorien: Gedanken

8 Kommentare

  1. Erinnert mich an die Kurzgeschichte „San Salvador“ von Peter Bichsel mit dem Satz: „ Mir ist es hier zu kalt.“
    Warmherzige Sonntagsgrüße

  2. Ach je – das tut mir leid.

    Das Besteck das ich gestern in die Wertstofftonne gehauen habe, wollte mein Mann wenigstens ohnehin schon lange austauschen.

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