Allgemein, Kuddelmuddel, Musik

Vermissen

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Nie wieder, schreibt Paulacolumna, wird sie ihren toten Mann etwas fragen, ihm etwas Leckeres zu essen kochen und mit ihm reisen können. Es ist schwer, aber auszuhalten!

Genau heute Morgen, als mich um kurz vor sieben ein Anruf aus meiner täglichen Routine schreckte – wenn mich um diese Zeit jemand anklingelt, denke ich immer schlimmes und male mir alles Mögliche aus – als mich das Telefongebimmel durcheinanderbrachte, ich wollte gerade Carsten aus der Badewanne holen, vermisste ich MamS mehr denn je. Er hätte es klingeln lassen, einfach lassen. Das kann ich nicht, konnte ich noch nie. Ich muss machen, am besten gleich, sofort und nichts auf die lange Bank schieben. Am liebsten gestern schon. Bei Hans war das anders. Er hat auch nichts lange liegen lassen, aber reifen konnte es bei ihm. Alles!

Ich vermisse ihn mit jeder Pore meines Körpers. Ich vermisse die Gespräche, den Austausch, ja auch den Streit. Ich stelle mir vor, was er zur AFD gesagt hätte, oder zu den Veranstaltungen in Chemnitz. Ich weiß, dass das Konzert gestern nicht seine Musik war, aber er hätte es trotzdem angehört und vielleicht wären wir Alten sogar hingefahren – denn spontan war er trotzdem. Sein Tod kam einfach zu plötzlich. Wir hatten noch so viel vor! Ich vermisse das gemeinsame reisen sehr. Alleine macht es mir keinen Spaß und mit den Junioren zusammen ist es harte Arbeit, wenn nicht jemand mitfährt, der auch zupacken kann. Ich vermisse ihn nicht mehr bei meiner täglichen Arbeit, die mache ich mit links und ich weiß, MamS hätte inzwischen auch das eine oder andere Zipperlein und könnte auch nicht mehr so schnell.

Ich weiß, dass er bei mir ist, bei uns ist, nicht auf dem Friedhof – er ist um uns herum und in uns. Wenn’s mal wieder nur grau aussieht, dann blitzt ein Tropfen auf der Fichte vorm Esszimmer auf und sagt mir: „Petra, komm, alles geht weiter! Setz dich hin, trink was und dann: Auf geht’s!“ Dies: Trink was!, hat Wiebke übernommen, so wie so manches, was ich in den Junioren von dir wiederfinde. Dafür bin ich dankbar. Ich sehe in deinen Kindern immer ein Teil von dir, das ist schön und traurig zugleich. Aber die Schönheit überwiegt.

Es gibt Tage, da denke ich mit Wehmut an meinen verstorbenen Mann. Es gibt Tage, da dominiert die Erinnerung an vergangene gute Zeiten. Aber auch die unschönen und schlechten vergesse ich nicht – alles ist wichtig, alles hat seinen Sinn und das Schöne, Gute überwiegt.

Wenn ich die umfangreiche CD-Sammlung sichte, sehe ich darin Musik, die ich nie gespielt habe – einiges habe ich mittlerweile angehört. Vieles ist nicht meins, aber manches hätte ich wohl vorher mit meinem Mann zusammen angehört und ihn gefragt warum er das so gerne mag! Vorbei, ist so, kann ich nicht mehr ändern. Aber genau deswegen werde ich die CDs nicht wegwerfen. Manchmal, so auch jetzt höre ich dann Astrud Gilberto…

Wenn ihr wollt, könnt ihr uns gerne etwas Gutes tun!

 

Kuddelmuddel, Musik

Illusionen

Warum?

Warum glaube ich noch immer an das Gute im Menschen? Es ist doch längst bewiesen, dass es das nicht gibt. Weder im realen Leben, noch im virtuellen. Alles Schein und Sein, die meisten trauen sich nicht!

… im übrigen spinnt der WordPress-Reader. Er zeigt Kommentare und ominöse Likes an, die es gar nicht gibt!

Gedanken, Kuddelmuddel, Musik

Botox & Co

Oder: Außer Spesen nix gewesen!

Vorhin beim Orthopäden – nur mal eben ganz kurz für ca. 3 Stunden. Der Arzt, der Carsten kennt, war nicht da, er hat wohlverdienten Urlaub! Nur, wollte leider die anwesende – wirklich sehr nette Ärztin – nicht entscheiden, ob und warum Carsten wegen seinem Schiefhals Botolinum (Verkrampfungen lösend. Medizi­nisch wird Botulinumtoxin einge­setzt, um lokal begrenzte Muskel­verkrampfungen zu behandeln.) gespritzt werden kann. Der Kerle und ich werden noch einmal in die Praxis gehen bzw. fahren müssen.

Wiebke konnte die Ärztin helfen – mein Töchting bekommt für ihren Rollstuhl eine Sitzschale und für ihren operierten Fuß eine weichere Einlage, die nicht auf die OP-Narbe drückt.

Beider Rücken hat sich verschlechtert, kann aber nur mit manueller Therapie und konsequenter eigener Krankengymnastik behandelt werden. Aufhalten kann niemand die zunehmende Skoliose und Kyphose. Letzteres habe ich auch, das wusste ich aber schon seit Kindertagen.Viel mehr Kummer macht mir mein HWS4 – mein 4 Halswirbel, den ich mir einmal angebrochen hatte. Dort habe ich Arthrose, die nicht wirklich lustig ist. Wichtig ist nun, dass ich das umliegende Muskelgewebe stärke. Bewegung, Bewegung und noch mal Bewegung, keine Überlastung und vor allen Dingen keine Schonhaltung. Rückenschule – dann geh ich halt wieder in die Schule. Bekomme ich dann auch eine Schultüte?

Fazit: Es gibt viel zu tun – ich habe ja auch sonst nichts zu tun!