Kategorie: Musik

eins zu eins

Im wahrsten Sinne des Wortes! Das EM-Fußballspiel Schweiz gegen Deutschland und das klassische Harfenkonzert vorher!

Zwei Seelen wohnen ach in meiner Brust.

Der Kerle hatte gestern zweierlei Spaß – zuerst beim klassischen Konzert im hochherrschaftlichem Schloss Monrepos. Wir waren mittelfein angezogen, manche Damen kamen mit langem Kleid und andere in Jeans, gestört hat es niemanden, weil sowieso keiner darauf geachtet hat. Allein die Harfenistin und der Klavierspieler standen im Focus. Nach den ersten Tönen war die Außenwelt eh vergessen. Carsten war fasziniert und Wiebke ganz beseelt. Habt ihr schon mal Smetanas Moldau auf der Harfe gespielt gehört – wunderbar. Ich mag nichts mehr erzählen, weil ich es sonst kaputt rede. Carsten war jedenfalls voll und ganz bis zur letzten Minute dabei! Dann aber drängelte er nach Hause.

Daheim stand es in dem Fußballspiel 1:0 für die Schweiz. Schnell habe ich ihn ausgezogen, ins Bett gesetzt und er hockte auch schon mitten im Spiel. Und dann begann das Drama. Er fieberte, er keuchte, er verdrehte die Augen, schrie, zeterte und verfolgte mit sämtlichen Emotionen das Spiel. Er hatte fast einen Herzkasper und stellte sich schon auf die Niederlage der deutschen Mannschaft ein. 90Minuten waren vorbei. Aber dann, ein Schrei und das erlösende Tor zum Ausgleich fiel. Der Kerle war so erschöpft, dass er sich in der Nacht noch übergeben musste! Aber danach konnte er gut schlafen… 

Edith Piaf

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Mein Ohrwurm für heute!

Die Putzhilfe war das zweite Mal da. Ich habe gelitten. Sie putzt okay, hat ein bisschen ihre eigene Ordnung, aber das ist es nicht. Eine fremde Person, mit der ich mich nicht unterhalten kann, weil ihr deutsch sehr rudimentär ist – eine fremde Frau in unseren Privaträumen stresst mich allein durch ihre Anwesenheit. Nach einer Stunde habe ich gedacht: Kann sie denn nicht endlich mal wieder gehen! Das sind typische Gedanken von jemanden, der im Autismus-Spektrum unterwegs ist. Außerdem komme ich mir ausbeuterisch vor – ich lasse jemanden unseren Dreck wegputzen. Eigentlich fühle ich mich bemüßigt ihr zu helfen… Aus dem Haus mag ich auch nicht, sie kennt sich noch nicht aus und fragt mich immer wieder wo was an Putzmitteln ist und etwas hingehört.

Jetzt ist sie weg und ich spüre, dass so ganz langsam meine Anspannung weicht. Könnt ihr das verstehen? Oder ist das ein typisches Asperger-Ding?

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