Kuddelmuddel

chancenlos

Zum einen habe ich selber kaum Gelegenheit jemanden kennenzulernen und zum anderen sehe ich auch niemanden! Man muss mich darauf aufmerksam machen.

Gestern am späten Nachmittag war ich mit den Junioren am Neckar – Eiskaffee und ‚Holunderkracher‘ trinken. Am Bestelltresen neben mir stand ein drahtiger Mann mit Sohn. Der Vater sportlich, nicht zu groß, gepflegt und nicht auf den Mund gefallen. Er grüßte mich, obwohl er mich nicht kannte. Er war ausgesprochen höflich, wollte mir beim tragen helfen – aber ich habe ihn stehen lassen. Unsere Begleitung hat die Szene aus der Entfernung beobachtet: „Sag mal Petra, merkst du eigentlich noch was?“ „Was soll ich merken?“ „Dass der Mann da grad mit dir geflirtet hat!“

Ich hab nix geschnallt und vermutlich wieder einmal eine Chance verpasst!

Kuddelmuddel

Was will ich

Vorweg: ich schreibe meine Beiträge immer direkt und redigiere sie selten!

Es ist Samstagmorgen – seit ich in Baden-Württemberg wohne, sage ich statt Sonnabend Samstag – also, es ist morgens. Ich lese die Blogs aus meinem Reader und ertappe mich dabei, dass ich bei einigen ärgerlich, ob des Inhalts, den Kopf über mich schüttle. Warum lese ich das? Warum schaue ich mir das an? Warum habe ich diesen Blog nicht schon längst gekündigt? Weswegen bleibe ich dabei? Ich tu mir doch nichts Gutes. Viele Texte sind nicht nachhaltig und geben es doch vor. Manche Texte haben Rechtschreibfehler, die mich stören – die mich daran hindern, den Text intensiv zu lesen, zwischen den Zeilen zu lesen.

Ich bin überkritisch. Das leider nicht nur mit mir. Damit könnten auch andere leben. Das wäre mein ganz persönliches Problem. Dass mir anderer Menschen Blogbeiträge aufstoßen, ist natürlich auch mein ureigenster Missklang und hat mit dem Einzelnen, die den Beitrag verfasst haben, nur am Rande etwas zu tun. Ich könnte ja einfach weiter gehen und Schluss wäre. Doch ich fühle mich verpflichtet. Auch, wenn derjenige von dieser Bindung nichts weiß, noch nicht einmal etwas ahnt. Manchmal, und jetzt wird es paradox, bin ich dann auch so weit, dass ich das Sternchen klicke. Total doof! Aber ich ‚like‘ um dabei zu sein, um gesehen zu werden, mitzumachen. So wie man in einer Clique ist, weil es alle sind.

Ich will das nicht! Doch wie komme ich da raus, ohne jemanden weh zu tun? Sieht nicht der andere Blogger, dass ich seinen Blog kündige und zieht er nicht (falsche) Schlussfolgerungen?

In Klagenfurt wird gerade gelesen. Nicht allen Texten kann ich kognitiv folgen. Auch sind mir 4 oder 5 25minütige Vorträge am Tag zu viel. Aber ich bin dankbar über die anschließende Diskussion der Juroren, betätigen oder revidieren sie doch mein (Vor)urteil. Ich lerne. Ich lerne auch, das Wesentliche vom Unwesentlichen zu trennen und nicht in Bildern, sondern in Worten zu denken. – Genau, das ist es! ACHTUNG, eine Pauschalierung: Blogger denken viel zu plakativ! Nicht alle. Natürlich nicht alle. Aber manch einer. Kritische Texte, kritische Blogger, es gibt sie – aber in deren Blogs finde ich kaum Kommentare. Dafür werden Blümchen und Wolken bejubelt.

So, ich hole die Junioren aus den Betten. Bade sie, ziehe sie an und alles was dazu gehört – ich mache mein Ding und ihr macht eures. Allen wünsche ich einen guten Tag!

Kuddelmuddel

nix

Heute wird das nichts mehr. Die Herrschaften streiken. Es regnet immer wieder und kurz darauf blinzelt die Sonne hinter Wolken hervor.

Allein die Logopädin lockt den Kerle aus dem Bett und der Fußball…

Nachtrag um 22:00 Uhr:  Carsten meint, dass Frankreich die besten Chancen hat, die WM zu gewinnen – ich bin derselben Meinung!